Honduras Vizepräsidentin María Antonieta Mejía hat heute (11.), erklärt, die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Taiwan werde ein schrittweiser Prozess, so berichtete die honduranische Zeitung "La Tribuna". Ein Expertenteam prüfe derzeit die unter Ex‑Präsidentin Xiomara Castro mit China geschlossenen Abkommen, um Präsident Nasry Asfura eine Entscheidungsgrundlage zu liefern. Ziel sei es, wirtschaftliche Auswirkungen zu bewerten und eine fundierte Empfehlung zu geben.
Hintergrund ist der Kurswechsel von 2023, als Honduras unter Castro die Beziehungen zu Taiwan abbrach und China anerkannte. Laut Medienberichten blieben Pekings Zusagen zu Handel und Investitionen hinter den Erwartungen zurück, was Kritik auslöste. Asfura hatte im Wahlkampf die Rückkehr zu Taiwan zugesagt und von deutlich besseren Bedingungen in der früheren Partnerschaft gesprochen.
Mejía sagte, man analysiere 16 mit China geschlossene Abkommen gründlich, vor allem mit Blick auf mögliche Kreditverpflichtungen, die letztlich die Bevölkerung tragen müsste. Zugleich habe die neue Regierung bereits die Beziehungen zu den USA, Israel und der EU verbessert, betonte sie, und strebe insgesamt die für Honduras vorteilhafteste außenpolitische Lösung an.