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Taiwan und USA unterzeichnen Einigung im Zollstreit

13/02/2026 15:34
Redaktion: RTI Deutsch
 Präsident Lai Ching-te (賴清德) gab die Einigung am heutigen Freitag in Taipei bekannt und bezeichnete das Abkommen als Durchbruch für die exportorientierte taiwanische Wirtschaft. (Foto: CNA)
Präsident Lai Ching-te (賴清德) gab die Einigung am heutigen Freitag in Taipei bekannt und bezeichnete das Abkommen als Durchbruch für die exportorientierte taiwanische Wirtschaft. (Foto: CNA)

Taiwan und die Vereinigten Staaten haben ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit neu geordnet und das „Reciprocal Trade Agreement“ (ART) unterzeichnet. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) gab die Einigung am heutigen Freitag in Taipei bekannt und bezeichnete das Abkommen als Durchbruch für die exportorientierte taiwanische Wirtschaft. Es deckelt US-Zölle auf taiwanische Waren, verknüpft die Schlüsselindustrien beider Länder und kompensiert Nachteile durch das Fehlen eines Freihandelsabkommens. Im Gegenzug öffnet Taiwan seinen Markt weitgehend für US-Agrarprodukte und Fahrzeuge.

Kern des Abkommens ist eine massive Senkung der Zollschranken. Laut Regierungskabinett fallen für 2.072 taiwanische Exportprodukte – darunter Orchideen, Textilien und bestimmte Industriewaren – die sogenannten reziproken Zölle weg; sie unterliegen künftig nur noch den Meistbegünstigungszöllen (MFN). Für alle anderen Waren gilt eine Obergrenze von 15 Prozent, womit Taiwan nun gleichgestellt ist mit US-Handelspartnern wie Japan oder der EU. Präsident Lai hob hervor, dass der durchschnittliche Zollsatz für taiwanische Exporte in die USA damit von ursprünglich rund 35,8 Prozent auf 12,3 Prozent sinkt. Taiwans Halbleitersektor erhält den Vorzugsstatus unter der „Section 232“ des US-Handelsgesetzes, was die Lieferketten direkt mit der US-KI-Industrie verzahnt.

Der Pakt verlangt Taiwan jedoch auch signifikante Zugeständnisse ab. Die Regierung in Taipei verpflichtete sich, 99 Prozent der Zollschranken für US-Industrie- und Agrarimporte abzubauen oder zu eliminieren. Taiwan wird den Import von US-Hackfleisch und Innereien zulassen sowie Zölle auf Schweinefleischprodukte schrittweise senken. Zudem akzeptiert Taipei künftig US-Sicherheits- und Abgasstandards für Fahrzeuge, was Importbeschränkungen für US-Autos faktisch aufhebt. Vize-Premierministerin Cheng Li-chiun (鄭麗君) räumte ein, dass dies den Wettbewerbsdruck auf heimische Autohersteller erhöhen werde, versprach jedoch staatliche Unterstützung für die Branche.

Die formelle Unterzeichnung erfolgte bereits am Donnerstag (Ortszeit) in Washington durch die Repräsentanten beider Seiten, Alexander Yui und Ingrid Larson. An der Zeremonie nahmen neben Vize-Premierministerin Cheng auch US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer und US-Handelsminister Howard Lutnick teil. Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) kündigte in Taipei an, das Vertragswerk umgehend dem Parlament zur Ratifizierung vorzulegen. Um die wirtschaftliche Transformation intern zu stärken, wird Präsident Lai zudem den Vorsitz einer neuen „Nationalen Arbeitsgruppe für Wirtschaftsstrategie und -Lenkung“ übernehmen.

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