Taiwans Regierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 7,71 Prozent nach oben korrigiert.
Die Behörde für Haushalt, Rechnungswesen und Statistik (DGBAS) teilte am Freitag mit, sie habe das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2026 um 4,17 Prozentpunkte auf 7,71 Prozent angehoben. In ihrer Schätzung vom November war sie noch von 3,54 Prozent ausgegangen. Als Grund für die deutlich optimistischere Prognose nannte die Statistikbehörde die robuste weltweite Nachfrage nach Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz sowie den Wegfall von Unsicherheiten im Zusammenhang mit US-Zöllen.
Die Vorsitzende der Behörde für Haushalt, Rechnungswesen und Statistik (DGBAS), Chen Shu-tzu (陳淑姿), sagte gegenüber Medien, trotz der hohen Vergleichsbasis im Jahr 2025 werde das Bruttoinlandsprodukt auch 2026 deutlich zulegen. Im vergangenen Jahr habe Taiwans Wirtschaft mit einem Wachstum von 8,63 Prozent den höchsten Wert seit 15 Jahren erreicht.
Da die heimische Wirtschaft stabil bleibe, werde die Entwicklung auch in diesem Jahr äußerst kräftig ausfallen, so Chen.
Tsai Yu-tai (蔡鈺泰), Leiter der Statistikabteilung des DGBAS, erklärte, die starke weltweite Nachfrage nach KI-Geräten habe die exportorientierte Wirtschaft weiter angekurbelt. Zudem habe das Handelsabkommen mit den USA Unsicherheiten für taiwanische Halbleiter- und andere Technologieunternehmen ausgeräumt.
In Bezug auf die Inflation erwartet das DGBAS einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 1,68 Prozent. Das sind 0,07 Prozentpunkte mehr als in der vorherigen Prognose. Der Wert liegt jedoch weiterhin unter der von der Zentralbank festgelegten Warnschwelle von zwei Prozent.