Taiwans Vizepremierministerin Cheng Li-chiun (鄭麗君) ist gestern aus den USA nach Taiwan zurückgekehrt. Am Donnerstag hatten die USA und Taiwan in Washington ein monatelang verhandeltes Handelsabkommen unterzeichnet.
Bei ihrer Ankunft am Taiwan Taoyuan International Airport äußerte sich Cheng gegenüber den Medien nicht zu dem Handelsabkommen.
In einem späteren Facebook-Beitrag schrieb sie, das Verhandlungsteam habe nach zehn Monaten die vom Präsidenten und vom Premierminister übertragene Aufgabe erfüllt.
Taiwan habe für Exporte in die USA einen nicht kumulierten Zollsatz von 15 Prozent erreicht. Dies sei die beste Behandlung, die die USA Ländern mit einem Handelsdefizit gewährten.
Zudem würden für 2.072 Exportprodukte keine reziproken Zölle erhoben. Im Durchschnitt verringere sich der Zollsatz auf taiwanische Warenexporte in die USA auf 12,33 Prozent. Taiwan erhalte außerdem Vorzugsstatus unter "Section 232" des US-Handelsgesetzes.
Nach dem Neujahrsfest werde man die Texte des Handelsabkommens und der Absichtserklärung über Investitionen sowie eine umfassende Folgenabschätzung baldmöglichst dem Parlament vorlegen.
Cheng dankte der Bevölkerung und der Industrie für ihre Unterstützung und Beiträge. "Wir hoffen, dass das Ergebnis der Verhandlungen Taiwan eine fairere und noch vorteilhaftere Wettbewerbsposition verschafft und neue Chancen und Perspektiven für die Zukunft eröffnet", so die Vizepremierministerin. Sie dankte außerdem den Mitgliedern des Verhandlungsteams – darunter Ministerin ohne Geschäftsbereich Yang Jen-ni (楊珍妮) und dem Büro für Handelsverhandlungen sowie Vertretern des Nationalen Sicherheitsrats für ihre Bemühungen und Unterstützung.