Die Streitkräfte der Philippinen, Japans Maritime Selbstverteidigungskräfte (JMSDF) und das US‑Militär haben nach übereinstimmenden TV‑Berichten in dieser Woche erstmals eine gemeinsame Übung in der Nähe Taiwans abgehalten. Seit dem 23. Februar patrouillierten sie im Raum der Bashi‑Straße südlich von Taiwan. Japans Verteidigungsministerium bestätigte heute (27.), dass eine P‑3C‑Aufklärungsmaschine der Maritimen Selbstverteidigung am 24. nördlich von der Insel Luzon beteiligt war. Ziel der als "Maritime Cooperative Activity" beschriebenen Übung ist es laut japanischen Sendern, die Prinzipien der Schifffahrtsfreiheit zu betonen und dabei China im Blick zu behalten.
Japan setzte damit erstmals ein Flugzeug der Selbstverteidigungskräfte in diesem Rahmen ein. Der japanische Nachrichtensender JNN filmte während der Übung chinesische Kriegsschiffe, die in der Nähe folgten; ein philippinischer Kommandeur nannte das ungewöhnlich. Hintergrund der Übungen sind anhaltende Spannungen zwischen Manila und Peking im Südchinesischen Meer sowie wachsende Wachsamkeit bei einem möglichen "Taiwan‑Notfall" in der Region.