Die Regierung Taiwans hat ihre Reisehinweise für mehrere Länder im Nahen Osten angehoben. Die verschärften Warnungen betreffen Staaten in der Region, die vom anhaltenden Konflikt betroffen sind, nachdem die USA und Israel am Wochenende mit Luftangriffen auf den Iran begonnen hatten.
Wie das taiwanische Außenministerium gestern mitteilte, wurden die Reisewarnungen für Bahrain, Oman, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Katar von Gelb auf Orange – die zweithöchste Stufe – erhöht. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, nicht unbedingt notwendige Reisen in diese Länder zu vermeiden.
Nach dem vierstufigen System des Außenministeriums werden Reisehinweise in aufsteigender Gefährdungslage als Grau, Gelb, Orange und Rot eingestuft.
Bereits am Samstag hatte das Außenministerium die Reisewarnung für Israel von Gelb auf die höchste Stufe Rot angehoben. Für Iran gilt weiterhin die Stufe Rot.
Bis heute seien keine offiziellen Anfragen taiwanischer Staatsbürger im Nahen Osten eingegangen, die um Unterstützung bei einer Evakuierung gebeten hätten, erklärte das Außenministerium gegenüber der taiwanischen Nachrichtenagentur CNA. Das Ministerium habe Kontakt zu rund 3.000 Taiwanern in der Region aufgenommen; alle seien wohlauf.
Derzeit gebe es keine unmittelbaren Pläne, Taiwaner in den betroffenen Ländern des Nahen Ostens zu evakuieren, erklärte das Außenministerium am heutigen Vormittag. Irans Vergeltungsmaßnahmen richteten sich nach derzeitiger Einschätzung auf US-Militärstandorte in der Region und nicht auf Zivilisten.