Wie die Stadtregierung Taichung heute (03.) mitteilte, hat Dresden am 1. März eine Delegation des Wirtschaftsdezernats Taichung unter Leitung von Direktor Chang Feng‑yuan (張峯源) empfangen. Dresdens stellvertretender Bürgermeister Jan Pratzka bekräftigte den Wunsch, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Im Fokus standen Halbleiter, Präzisions‑ und Werkzeugmaschinen, Lieferketten und Standortvorteile sowie die gemeinsamen Herausforderungen bei Wasser, Energie und Fachkräften. Das Treffen knüpfte an einen Austausch im Januar mit einer Bundestagsdelegation an.
Zhang hob hervor, Taichung sei ein Kernstandort für Maschinenbau, Präzisionsmaschinen, Halbleiter und Werkzeugmaschinen. TSMC habe Investitionen gestartet und plane vier Waferfabriken für 1,4‑nm‑Technologie bis 2028. Pratzka verwies auf Dresdens Rolle als Zentrum von "Silicon Saxony", wo ein großer Teil der europäischen Chips entsteht und zehntausende High‑Tech‑Arbeitsplätze geschaffen werden. Beide Seiten tauschten Strategien aus: Dresden plant ein industrielles Elbe‑Wasserwerk, neue Umspannwerke und setzt auf ein Welcome Center für internationale Fachkräfte. Taichung baut Recycling‑Wasserwerke aus und stärkt die Stromerzeugung mit Gaskraft, um die Versorgung zu sichern.
Mit TSMCs Werk in Dresden werden die Lieferketten enger verknüpft. Dresden würdigte die Ergebnisse des taiwanisch‑deutschen Halbleiter‑Talentprogramms STIPT. Die IHK Sachsen sowie der Maschinenbauverband VDMA signalisierten Bereitschaft, die Zusammenarbeit mit Taichungs Verbänden zu erweitern – auch in Bereichen wie Fahrrad‑ und Nahrungsmittelmaschinen. Taichunger Firmen sind zu den Silicon Saxony Days 2026 und zur TRUMPF INTECH 2026 eingeladen.