Nach Berichten über eskalierende Kämpfe im Nahen Osten und den vorläufigen Produktionsstopp von LNG (verflüssigtes Erdgas) und verwandten Produkten in Katar hat Premierminister Cho Jung‑tai (卓榮泰) heute (3.) erklärt, Wirtschaftsministerium und das taiwanische staatliche Erdöl-, Erdgas- und Benzinunternehmen CPC hätten einen Notfallmechanismus aktiviert. Ziel ist es, die Energieversorgung über diversifizierte Märkte abzusichern, da Katar wichtigster LNG‑Lieferant für Taiwan ist und Befürchtungen bestehen, steigende Beschaffungskosten könnten die Strompreise im April beeinflussen. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, Saudi Aramcos Raffinerien seien trotz Angriffen weiter in Betrieb, während QatarEnergy die Produktion präventiv pausiert habe.
Zur Absicherung nannte das Wirtschaftsministerium einen Drei‑Phasen‑Plan. Erstens die frühzeitige Umlenkung von Lieferungen aus Nicht‑Nahost‑Quellen wie den USA und Australien. Zweitens regionale Umschichtungen in Asien durch Absprachen mit Abnehmern in Japan und Südkorea. Drittens zusätzliche Spotkäufe am Markt, um Lücken zu schließen. Taiwan will die LNG‑Bezüge aus den USA bis 2029 von rund 10 auf etwa 15 bis 20 Prozent erhöhen. CPC Taiwan hat am 10. Februar mit dem amerikanischen Energiekonzern Cheniere (Sitz Houston, primär Flüssigerdgas) einen rund 25‑jährigen Liefervertrag geschlossen. Lieferungen beginnen im Juni, ab 2027 können bis zu 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr bezogen werden. Die Regierung betonte, die Versorgung für Industrie und Haushalte bleibe gesichert.