Taiwans Außenministerium hat heute (3.) zur Lage im Nahen Osten Stellung genommen. Anlass sind Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran und Teherans groß angelegter Beschuss mit Raketen und Drohnen auf Israel und US-Militärstützpunkte in mehreren Ländern. Ministeriumssprecher Hsiao Kuang‑wei (蕭光偉) sagte, Taiwan unterstütze als Teil der demokratischen Staatengemeinschaft die Bemühungen, dem iranischen Volk Freiheit und Demokratie zu ermöglichen, und verurteile Irans jüngste undifferenzierten Angriffe. Außenminister Lin Chia‑lung (林佳龍) betonte, wichtigste Aufgabe sei die Sicherheit aller im Einsatzland lebenden Staatsbürger, der Diaspora und der Mitarbeiter in den Vertretungen.
Wegen weiter geschlossener Lufträume in mehreren Ländern des Nahen Ostens rät das Ministerium vorerst vom Ausreisen ab und plant keine Evakuierung. Wer sicher über Land ausreisen könne und dies wünsche, erhalte Unterstützung. Vizeaußenminister Francois Wu (吳志中) informierte das Parlament, in der Region hielten sich rund 3.000 Taiwanerinnen und Taiwaner auf, davon gut 200 in Israel, und die Vertretungen stünden in engem Kontakt. Zwei Personen seien über Land nach Jordanien und Kuwait ausgereist, die übrigen hielten den Verbleib vor Ort derzeit für sicherer. Das Ministerium kündigte an, Lage und Hinweise laufend zu prüfen und auch die israelische Regierung habe ihre Bereitschaft zur Unterstützung bei der Gewährleistung der Sicherheit taiwanischer Staatsbürger bekundet.
Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hat das Konsularbüro des Außenministeriums heute, am 3., die Reisewarnung für Jordanien und Ägypten von Gelb auf Orange erhöht und rät, nicht notwendige Reisen zu vermeiden; für die Grenzgebiete Jordanien–Syrien/Irak sowie die Sinai‑Halbinsel und die Grenzen Ägyptens zu Libyen und Sudan gilt weiterhin Rot. Bereits seit dem 1. März wurden Bahrain, Oman, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi‑Arabien und Katar auf Orange angehoben, während Iran, Irak, Israel, die Israel‑Libanon‑Grenze, Libanon, die Palästinensischen Gebiete, die jordanischen Grenzregionen zu Syrien/Irak, Syrien und Jemen auf Rot stehen. Das Ministerium mahnt, bei Raketen‑ oder Drohnenangriffen sofort Schutz zu suchen und mit der Vertretung in Jordanien in Kontakt zu bleiben.