Das Deutsche Wirtschaftsbüro in Taiwan hat heute die Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2025/2026 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Gesamtzufriedenheit der deutschen Unternehmen in Taiwan auf ein Fünfjahrestief gefallen ist, wobei 52,1% aller befragten Unternehmen angaben, mit ihrer Geschäftsentwicklung zufrieden zu sein. 65,7% der Unternehmen sagten gleichzeitig, dass sie ihre Geschäftsziele im Vorjahr erreicht oder übertroffen hatten.
Die Befragten gaben an, dass das globale Wirtschaftswachstum die größte Herausforderung darstelle (61%). Die zweitgrößte Herausforderung sahen die Befragten in den Beziehungen zwischen Taiwan und China (58%). Während 2024 noch 63% der Befragten das Wirtschaftswachstum in Taiwan als Herausforderung wahrnehmen, sank dieser Anteil 2025 auf 49%. Auch die Sorgen über die Zollverhandlungen mit den USA sanken von 54% in der Jahresmitte 2025 auf 38% zum Jahresende.
Die stellvertretende taiwanische Wirtschaftsministerin Cynthia Kiang (江文若) sagte, die Umfrage zeige zwar, dass deutsche Unternehmen einen vorsichtigen Investitionsansatz verfolgen, allerding würden 90% der Unternehmen Halbleiter und Künstliche Intelligenz weiterhin als vielversprechende Sektoren sehen. Die taiwanische Regierung verstehe, dass sich einige Unternehmen um die taiwanische Energiepolitik sorgen. Das Wirtschaftsministerium verspreche, diverse Energiequellen zu erschließen und eine zuverlässige Stromversorgung für Hightech-Industrien und kritische Infrastrukturen sicherzustellen.
Die Umfrage wurde zwischen dem 25. November 2025 und 15. Januar 2026 durchgeführt. Von den 260 kontaktierten Unternehmen nahmen 28% an der Umfrage teil.