Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran entfalten die Spannungen in der Region eine globale Wirkung.
Der taiwanische Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) hat heute in einer Kabinettssitzung das taiwanische Außenministerium dazu angewiesen, weiterhin Auslandstaiwanern und taiwanischen Touristen, die die Region verlassen wollen, dabei zu helfen. Die betroffenen Personen sollen mittels kommerzieller Flüge oder über die Landroute in Nachbarländer reisen und anschließend zurück nach Taiwan fliegen.
Der stellvertretende Außenminister Francois Wu (吳志中) sagte, am Donnerstagnachmittag würden voraussichtlich 40 Mitglieder von Reisegruppen nach Taiwan zurückkehren. Insgesamt würden mehr als 200 Taiwaner schrittweise nach Taiwan zurückkehren. Wu betonte, das Außenministerium habe bereits eine Hotline eingerichtet. Würden taiwanische Staatsbürger vor Ort Hilfe benötigen, würde das Außenministerium ihnen die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen.
Im Bezug auf die Schließung der Straße von Hormus sagte Premierminister Cho, die aktuellen Öl- und Gasreserven lägen über den gesetzlichen Vorgaben. Bis Ende März gebe es keine Sorgen bezüglich der Versorgung mit fossilem Gas. Es würden zudem intensive Anstrengungen unternommen, um eine ausreichende Versorgung im April zu gewährleisten.
Cho sagte weiter, das Wirtschaftsministerium habe einen Krisenstab einberufen, um die Energiequellen zu koordinieren. Die Regierung habe zudem in der Vergangenheit bereits Maßnahmen zur Diversifizierung der Importquellen, Beschaffung mit Schwerpunkt auf langfristigen Verträgen sowie Aufrechterhaltung strategischer Reserven eingeführt. Damit habe man die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und einzelnen Transportrouten schrittweise verringert.
Der Generaldirektor der Energiebehörde Wu Chi-wei (吳志偉) sagte in einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, die aktuellen Ölreserven reichten über 90 Tage lang, die Kohlereserven für über 30 Tage und die Gasreserven für über 11 Tage. Das Energieunternehmen CPC diversifiziere seine Öl- und Gasquellen weiter. So sei der Anteil des über die Straße von Hormus importierten Öls von 73% im Jahr 2015 auf 62% im Jahr 2025 gesunken. Bei Erdgas sei der Anteil von 47% im Jahr 2015 auf 34% im Jahr 2025 gesunken und sinke aktuell weiter.