Zum 15. Jahrestag des schweren Bebens in Japan, das die Nuklearkatastrophe von Fukushima verursachte, hat Präsident Lai Ching‑te (賴清德) heute (11.) an die Opfer erinnert und zur Vorsorge gemahnt. Er sagte, Taiwan und Japan lägen beide im Erdbebengürtel und sollten Katastrophenschutz, humanitäre Hilfe und gesellschaftliche Resilienz weiter vertiefen, um verlässliche Partner zu bleiben.
Lai erinnerte daran, dass Taiwan nach der Katastrophe rasch Hilfe leistete und staatliche wie zivile Rettungsteams binnen 72 Stunden nach Japan aufbrachen. Er würdigte auch Japans wiederholte Unterstützung für Taiwan bei Erdbeben, Überschwemmungen und in der COVID‑19‑Pandemie. Das Außenministerium nannte konkrete Zahlen der engen Partnerschaft seit der Pandemie, etwa ein bilaterales Handelsvolumen von 84,851 Milliarden US‑Dollar, mehr als 90 Abkommen und Memoranden seit 1972 sowie über 230 Partnerschaften auf kommunaler Ebene.
Das Erdbeben vom 11. März 2001 veranlasste Taiwan und Japan zu einer verstärkten Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. Das Außenministerium erklärte, beide Seiten hätten nicht nur entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet, sondern auch ein Kooperationsabkommen zwischen dem Nationalen Wissenschafts- und Technologiezentrum für Katastrophenschutz und dem Nationalen Institut für Wissenschaft und Technologie zur Katastrophenvorsorge in Japan. Darüber hinaus führten sie über die Plattform des Globalen Kooperations- und Ausbildungsrahmens (GCTF) Schulungen durch.
Tipp: Eine Dokumentation über die Entwicklung des Katastrophenschutzes in Taiwan, vor allem im Hinblick auf die Ausbildung der Such- und Hunderettungsstaffeln durch den Bunderverband Rettungshunde (BRH): https://youtu.be/5Djl7OkJQY8