Die USA haben eine Überprüfung von 16 wichtigen Handelspartnern eingeleitet, darunter auch Taiwan. Der taiwanische Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) sagte bei einer Kabinettssitzung heute, das taiwanische Verhandlungsteam habe engen Kontakt mit den USA. Schon vor der Verkündung der Überprüfung hätten die USA gegenüber Taiwan derartige Entwicklungen angekündigt. Die taiwanische Regierung sei daher umfassend darauf vorbereitet.
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuletzt geurteilt, dass die umfassenden Zölle des US-Präsidenten Donald Trump unrechtmäßig seien. Am 11. März verkündete das Büro des US-Handelsbeauftragten, dass man Untersuchungen nach Paragraph 301 des US-amerikanischen Handelsgesetzes von 1974 einleiten werde. Diese Untersuchungen sollen sich auf mögliche unfaire Handelsmaßnahmen wichtiger Handelspartner wie der EU, China, Japan, Südkorea und auch Taiwan konzentrieren.
Die stellvertretende Premierministerin Cheng Li-chiun (鄭麗君) sagte während der Kabinettssitzung, dass die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen zwischen Taiwan und den USA, darunter das Handelsabkommen (Agreement on Reciprocal Trade, ART) eine wichtige Grundlage für die taiwanische Reaktion auf künftige Zollpolitik bilden werden. Man wolle sicherstellen, dass die in bisherigen Verhandlungen erzielten relativen Vorteile und Meistbegünstigung erhalten bleiben.