Am gestrigen Donnerstagabend fand in Taipei der Frühjahrsempfang für alle diplomatischen Vertreter in Taiwan statt. Präsident Lai Ching-te (賴清德) betonte in seiner Rede, Taiwan werde im kommenden Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) die Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern weltweit intensivieren, um so die regionale Stabilität sowie Freiheit und Demokratie zu verteidigen.
Besonderes Lob sprach der Präsident dem taiwanischen Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) aus. Dieser habe im vergangenen Jahr mit Reisen in 14 Länder auf sechs Kontinenten die Beziehungen zu internationalen Partnern massiv vertieft. Erst Anfang dieses Monats leitete Lin eine Delegation in den pazifischen Partnerstaat Tuvalu und absolvierte auf dem Rückweg einen Zwischenstopp im australischen Sydney.
Zudem hob Lai die hohe Frequenz internationaler Besuche in Taipei hervor. Im vergangenen Jahr empfing das Außenministerium insgesamt 401 Delegationen mit über 4.100 Gästen. Der Präsident dankte in diesem Zuge explizit Partnern wie den USA, Japan und Großbritannien für die verstärkte Kooperation und den Abschluss bilateraler Abkommen.
Mit Blick auf die innenpolitische Lage und die wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich Lai zuversichtlich. Er verwies auf das solide Wirtschaftswachstum und die positive Beschäftigungslage des vergangenen Jahres, appellierte jedoch an die Fraktionen im taiwanischen Parlament, angesichts der geopolitischen Bedrohung geeint aufzutreten.
Abschließend bekräftigte Lai, dass der Friedenswille der taiwanischen Bevölkerung unerschütterlich bleibe. Trotz zunehmender Spannungen weltweit, werde Taiwan ein verlässlicher Partner für die demokratische Weltgemeinschaft sein. Die Verteidigung des Status quo in der Region bleibe dabei die oberste Priorität der Regierung, um den Fortschritt und den Wohlstand Taiwans sowie seiner Verbündeten langfristig zu sichern.