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Yushan-Forum: Präsident Lai, Lech Wałęsa unterstreichen die Bedeutung von Frieden

16/03/2026 20:06
Redaktion: RTI Deutsch
Yushan-Forum 2026 (Foto: Präsidialamt)
Yushan-Forum 2026 (Foto: Präsidialamt)

Heute hat das zweitägige Yushan Forum begonnen. Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) sagte in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier, die Teilnahme internationaler Gäste, um in einer Zeit globaler Unsicherheit über Gegenstrategien zu beraten, sei von besonderer Bedeutung für Taiwan und die Welt.

Das Thema des diesjährigen Yushan-Forums sei "Perspektiven der indopazifischen Partnerschaft: Taiwans Werte, Technologie und Resilienz (Indo-Pacific Partnership Prospects: Taiwan's Values, Technology, and Resilience)". 

Taiwan sei weiterhin entschlossen, auf der Grundlage der bisherigen Neuen Südwärtspolitik durch konkrete Taten aufzubauen und die Partnerschaften mit Ländern der Neuen Südwärtspolitik, Staaten im Indopazifik sowie Demokratien weltweit zu erweitern und zu vertiefen.

Taiwan glaube fest daran, dass es ohne Solidarität keine Freiheit gebe. Der ebenfalls anwesende Friedensnobelpreisträger und ehemalige polnische Präsident Lech Wałęsa habe nach diesem Motto gelebt. Er habe 1980 die Gewerkschaftsbewegung Solidarność gegründet und damit den Weg für Demokratisierung und Reformen in Polen geebnet. Dies sei ein wahres Beispiel für die Kraft der Solidarität.

Lai sagte, Taiwan habe sich in den fast zwei Jahren seiner Amtszeit ebenfalls dafür eingesetzt, demokratische Partner zusammenzubringen, um gemeinsam einen "Schutzschirm der Demokratie" zu bilden. Ziel sei es, gleichgesinnte Länder vor Bedrohungen durch autoritäre Expansion zu schützen und gleichzeitig in Solidarität Demokratie, Frieden und Wohlstand weltweit zu fördern.

Lai äußerte die starke Hoffnung, dass Taiwan und seine demokratischen Partner durch die kombinierten Stärken ihrer Demokratien, Volkswirtschaften und Technologien gemeinsam resilientere Lieferketten und Wirtschaftssysteme aufbauen können. Taiwan verfüge über weltweit führende fortschrittliche Halbleiterfertigung sowie über starke Kompetenzen im IC-Design. Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz werde Taiwan zudem aktiv Forschung und Entwicklung in Schlüsselbereichen wie Siliziumphotonik, Quantentechnologie und Robotik vorantreiben.

Ob beim Aufbau globaler nicht-chinesischer Halbleiterlieferketten oder bei der technologischen Entwicklung weltweit – Taiwan werde stets eine führende Rolle spielen.

Präsident Lai betonte zudem die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße: "Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße sind unverzichtbar für Sicherheit und Wohlstand in der Welt. Angesichts rascher geopolitischer Veränderungen sowie zunehmender nicht-konventioneller Bedrohungen und verstärkter Grauzonen-Aggression ist Taiwan entschlossen, den regionalen Frieden und die Stabilität zu bewahren. Wir sind bereit, gemeinsam mit anderen Demokratien Abschreckung zu demonstrieren und Frieden durch Stärke zu sichern."

Taiwan werde daher auch seine Investitionen in die Verteidigung erhöhen. Die Verteidigungsausgaben werden in diesem Jahr 3,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen und sollen bis 2030 auf 5 Prozent steigen. Gleichzeitig werde der Aufbau asymmetrischer Verteidigungsfähigkeiten beschleunigt und die gesamtgesellschaftliche Resilienz der Landesverteidigung deutlich gestärkt.

Taiwan sei bereit, seine Erfahrungen mit anderen Ländern zu teilen, und habe die Fähigkeit, noch mehr zur Welt beizutragen.

Taiwan werde nationale Teams in bestimmten Bereichen bilden, um die eigene Stärke weiter auszubauen. Darüber hinaus sollen internationale Teams gebildet werden, um gemeinsam mit anderen Ländern durch Solidarität eine stabilere, wohlhabendere und nachhaltigere Welt zu schaffen.

Der ehemalige Vorsitzende der polnischen Solidarność und frühere Präsident Polens, Lech Wałęsa, betonte in seiner Rede besonders die Bedeutung des Friedens. Er sagte, aus eigener Erfahrung wisse er,: "dass friedliche Methoden stärker sind als militärischer, physischer Kampf. Es sollte in der heutigen Zeit eine Schande sein, Probleme mit Gewalt zu lösen."

Der japanische Abgeordnete und Vorsitzende der Taiwan-Freundschaftsverbandes im japanischen Parlament, Keiji Furuya, erklärte, zwischen China und Japan sei es aufgrund von Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi über einen möglichen "Taiwan-Vorfall" zu diplomatischen Spannungen gekommen. Furuya betonte jedoch, dass diese Aussagen keine Änderung der langjährigen Position der japanischen Regierung bedeuteten. Das chinesische Außenministerium habe sie falsch interpretiert. Angesichts dieses üblichen Vorgehens Chinas gebe es für die japanische Regierung keinen Grund, Zugeständnisse zu machen.

Furuya hob hervor, dass Taiwan und Japan gemeinsame Werte wie Demokratie und Freiheit teilen. Angesichts der zunehmend ernsten Bedrohung durch China werde Japan niemals zulassen, dass Probleme mit militärischer Gewalt gelöst werden.

Das Yushan Forum wurde 2017 ins Leben gerufen, um Taiwans Austausch mit Partnern im Rahmen der Neuen Südwärtspolitik zu stärken. Die Neue Südwärtspolitik zielt darauf ab, Handel, Investitionen und den zwischenmenschlichen Austausch mit 18 Ländern in Südostasien und Südasien sowie mit Australien und Neuseeland zu fördern.

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