Bei der diesjährigen Hankuang-Militärübung will Taiwan Erfahrungen aus dem US-Iran-Krieg mit einbeziehen. Der computergestützte Teil der 42. Hankuang-Militärübung wird laut dem taiwanischen Verteidigungsministerium vom 11. April bis 24. April rund um die Uhr stattfinden. Zur Anwendung komme dabei die US-Plattform “Joint Theater Level Simulation” (JTLS). Ziel der Übung sei es, die Führungs-, Entscheidungs- und Planungsfähigkeiten im Militär zu schulen.
Der Leiter der Abteilung für gemeinsame Kriegsführung im Verteidigungsministerium Tung Chi-hsing (董冀星), erklärte, dass das Übungsszenario auf Grundlage der Bedrohungslage und der jüngsten internationalen Militäraktionen entworfen worden sei. Dabei werde eine Situation simuliert, in der die chinesische Armee von einer Grauzonenaktivität in einen Angriff übergehe. Bei der Planung der Übung seien Erfahrungen aus der 41. Hankuang-Übung aus dem Jahr 2025 eingeflossen, ebenso wie Erfahrungen aus internationalen Militäraktionen etwa im Iran und Venezuela.
In der Vergangenheit wurde kritisiert, dass die Hankuang-Übung Drohnen und Drohnenabwehr zu wenig berücksichtige. Dieses Mal werden diese Aspekte daher Schwerpunkte der Übung darstellen. Tung Chi-hsing sagte, die Streitkräfte würden alle neuen Waffensysteme, einschließlich der kürzlich beschafften M1A2T-Panzer und Drohnen, in das diesjährige Szenario einbeziehen, um sie gemeinsam zu erproben.