Taipei – 7. April 2026. Taiwans Oppositionschefin, die KMT-Vorsitzende Cheng Li-wun (鄭麗文) ist am Dienstag zu einer, wie Cheng sagt, „Friedensmission" nach China gereist. Dabei steht auch ein mögliches Treffen mit Präsident Xi Jinping im Raum.
Die Reise findet in einer Zeit wachsender Spannungen statt: China erhöht den militärischen Druck auf Taiwan, während das von der Opposition dominierte Parlament zusätzliche Verteidigungsausgaben blockiert.
Vor ihrem Abflug erklärte Cheng, sie wolle jede Chance nutzen, um einen Krieg zu verhindern. Viele Taiwaner sähen die Reise jedoch kritisch.
In Shanghai wurde sie von Song Tao, dem Leiter des chinesischen Büros für Taiwan-Angelegenheiten, empfangen und reiste weiter nach Nanjing.
Taiwans Präsident Lai Ching-te bekräftigte unterdessen seine Gesprächsbereitschaft, betonte aber, dass Taiwan selbst über seine Zukunft entscheiden müsse.
China betrachtet Taiwan als eigenes Territorium und lehnt Gespräche mit Lai ab, den Peking als „Separatisten" bezeichnet.