Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) hat am heutigen Freitag die Bedeutung von religiöser Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt auf der Insel hervorgehoben. Anlass war das „Taiwanische Ökumenische Forum“ (台灣普世論壇) in der Stadt Changhua. Bei diesem Treffen, das den weltweiten Dialog verschiedener christlicher Konfessionen in den Mittelpunkt stellt, betonte sie gemeinsam mit internationalen Kirchenvertretern die universelle Wichtigkeit von Frieden und Gerechtigkeit.
In einer anschließenden Erklärung zog Hsiao eine symbolische Parallele: Während sich christliche Geistliche aus aller Welt in Zentraltaiwan versammelten, fänden zeitgleich in derselben Region die traditionellen Pilgerreisen zu Ehren der Meeresgöttin Mazu statt. Dieses friedliche Nebeneinander eines der größten volksreligiösen Ereignisse des Landes und des internationalen christlichen Forums veranschauliche eindrucksvoll die gelebte religiöse Vielfalt der taiwanischen Gesellschaft.
Unabhängig von der individuellen Konfession zeichne sich die Bevölkerung durch ein hohes Maß an Hilfsbereitschaft aus, erklärte die Vizepräsidentin weiter. Diese gegenseitige Unterstützung zeige sich besonders in Krisenzeiten, sei es bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder angesichts externer politischer Bedrohungen. Obwohl der vor Taiwan liegende Weg oftmals dornig sei, stehe das Land mit seinen demokratischen und humanitären Werten nicht alleine da.