Der Internationale Währungsfonds (International Monetary Fund, IMF) prognostiziert, dass Taiwan im Jahr 2031 das reale Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt Südkoreas um 10.000 US-Dollar übertreffen wird. Dies berichtete Taiwans Nachrichtenagentur Central News Agency (CNA) gestern.
Das Wachstum dürfte durch den Boom der künstlichen Intelligenz sowie Taiwans integriertes Halbleiter-Ökosystem angetrieben werden. Laut einem Bericht der südkoreanischen Tageszeitung The Korea Times übertraf Taiwans reales Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt bereits im vergangenen Jahr das Südkoreas; der Abstand dürfte künftig weiter zunehmen.
Taiwans Pro-Kopf-BIP wird voraussichtlich im Jahr 2031 56.101 US-Dollar erreichen, während es in Südkorea bei 46.019 US-Dollar liegen wird.
Nach Daten des Korea Center for International Finance (KCIF) lagen die Prognosen großer Investmentbanken Ende März für Taiwans Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei durchschnittlich 7,1 Prozent. Für Südkorea wird hingegen nur ein Wachstum von etwas mehr als einem Prozent erwartet.
Laut Forschern des Korea Center for International Finance liegt Taiwans Vorteil in seinem vollständig integrierten Halbleiter-Ökosystem, das rasch auf den steigenden Bedarf im Bereich der künstlichen Intelligenz reagieren kann. Südkorea hingegen stehe weiterhin vor Herausforderungen bei der Diversifizierung seiner Lieferketten und beim Ausbau seiner industriellen Basis.