Persönlichkeiten mehrerer afrikanischer Länder haben den geplanten Besuch von Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) in Eswatini begrüßt. Präsident Lai Ching-te wird am Mittwoch zu einem Besuch des diplomatischen Verbündeten Taiwans, Eswatini, aufbrechen. Wie das Außenministerium heute mitteilte, begrüßten neben Eswatini auch Persönlichkeiten aus elf weiteren afrikanischen Ländern und politischen Parteien Lais Afrikareise – unter anderem durch Schreiben, Beiträge in sozialen Medien und Grußbotschaften.
Taiwans Außenministerium sprach seinen aufrichtigen Dank für diese feste Unterstützung und tiefe Verbundenheit aus.
Nach Angaben des Außenministeriums stammen die mehr als 40 Persönlichkeiten aus elf Ländern in verschiedenen Regionen Subsahara-Afrikas, aus Botswana, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, der Elfenbeinküste, Kenia, Malawi, Nigeria, Somaliland, Südafrika, Uganda und Simbabwe. Das Außenministerium von Somaliland habe über sein offizielles Social-Media-Konto im Namen der Regierung den Besuch Lais in Afrika begrüßt.
Das taiwanische Außenministerium erklärte, die regions- und parteiübergreifende Unterstützung zeige, dass Taiwans auf Gegenseitigkeit beruhendes Entwicklungsmodell nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" sowie die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Eswatini in Schlüsselbereichen wie Wirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie, Landwirtschaft und öffentlicher Gesundheit und medizinische Versorgung den aktuellen Transformationsbedürfnissen afrikanischer Staaten entspreche und von vielen afrikanischen Führungspersönlichkeiten anerkannt werde.
Weiter hieß es, der Afrika-Besuch des Präsidenten unterstreiche nicht nur die Bedeutung, die Taiwan seinen diplomatischen Verbündeten und afrikanischen Angelegenheiten beimesse, sondern werde auch die Beziehungen zu politischen Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträgern vertiefen und der Freundschaft zwischen Taiwan und Afrika neue Impulse verleihen. Das Außenministerium werde weiterhin eine pragmatische Diplomatie verfolgen und die Partnerschaften mit afrikanischen Ländern in vielfältigen Bereichen aktiv ausbauen.
Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) sagte heute in einem Interview mit POP News (POP撞新聞), China habe in diesem Jahr begonnen, 53 afrikanischen Staaten – mit Ausnahme von Eswatini – zollfreien Zugang zu gewähren und zudem umfangreiche Hilfen bereitzustellen. Dies setze Taiwan zwar unter Druck, doch die Beziehungen zu Eswatini seien stabil. Taiwan werde die bilateralen Beziehungen weiterhin durch das Programm zur Stärkung der diplomatischen Verbündeten vertiefen:
"Da China sich mit Initiativen wie der Belt and Road Initiative und der Digitalen Seidenstraße um sehr viele Länder gleichzeitig kümmern muss, ist eine gleichmäßige Verteilung nicht unbedingt besser. Bei China sind es 53 Länder – bei uns ist es nur eines."
Lai wird am 22. April zu einem Besuch in Eswatini aufbrechen und am 27. April nach Taiwan zurückkehren.