Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi‑khim (蕭美琴) hat heute (21.) bei einem Treffen der Initiative "Earth Solutions 2026" in Taipei betont, Taiwan wolle als verlässlicher globaler Partner die Nachhaltigkeit vorantreiben. Hintergrund seien wachsende geopolitische Spannungen, Energiefragen und Klimarisiken. Sie verwies auf überlappende Belastungen wie Alterung, niedrige Geburtenraten und Extremwetter, die den Alltag und die gesellschaftliche Widerstandskraft prüfen. Aufbauend auf früheren Krisenerfahrungen setze die taiwanische Regierung unter Lai Ching-te auf drei nationale Komitees: gesamtgesellschaftliche Verteidigungsresilienz, öffentliche Gesundheit und Klimastrategie. Geplant seien unter anderem eine zweite Energiewende, die Einführung von CO₂‑Bepreisung ab 2025, der Ausbau vielfältiger grüner Energien sowie smarte Speicher und ein katastrophenresilientes Stromnetz.
Hsiao sagte in ihrer Rede, zwischen Zustimmung zu Nachhaltigkeit und konkretem Handeln klaffe oft eine Lücke, deswegen seien Kooperation über Sektoren und Grenzen hinweg nötig. Taiwan wolle zudem seine Stärken in Technologie und Künstlicher Intelligenz nutzen, um die digitale und die Netto‑Null‑Transformation voranzubringen – mit einem Fokus auf praktische Lösungen. Präsident Lai Ching‑te (賴清德) verstehe diese Agenda als breiten gesellschaftlichen Auftrag, auf den Taiwan Schritt für Schritt hinarbeite.