Präsident Lai Ching‑te (賴清德) hat heute (21.) eine Delegation der US‑Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS, 戰略暨國際研究中心) unter Leitung von John Hamre empfangen. Er verwies auf den 47. Jahrestag des Taiwan Relations Act am 10. April und dankte den USA für Unterstützung auf Basis dieses Gesetzes und der "Sechs Zusicherungen". Zugleich erinnerte er daran, dass beim jüngsten US‑Japan‑Gipfel die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße bekräftigt wurde. Lai skizzierte Taiwans Kurs mit einem erhöhten Verteidigungsetat von über 3 Prozent des BIP in diesem Jahr, einem Ziel von 5 Prozent bis 2030, sowie einem achtjährigen Sonderbudget von 40 Milliarden US‑Dollar. Ziel der Gespräche mit der Denkfabrik sei es, sicherheits‑ und wirtschaftspolitische Kooperation zu vertiefen.
Bereits gestern (20.) hatte Außenminister Lin Chia‑lung (林佳龍) die CSIS‑Gruppe getroffen und Taiwans Kurs bekräftigt, in Schlüsseltechnologien zu investieren und gemeinsam mit Partnern eine sichere, vertrauenswürdige und widerstandsfähige China-unabhängige Lieferkette aufzubauen. Lin nannte als mögliche Ausbauthemen unter anderem KI, Cybersicherheit, Next‑Gen‑Kommunikation und Verteidigungsinnovation. Damit solle Taiwans wirtschaftliche Resilienz gestärkt und internationale Wertschöpfungsketten gegen Risiken abgesichert werden. Hamre würdigte die robusten Beziehungen und betonte, Taiwan sei für die globalen Lieferketten ein unverzichtbarer Knotenpunkt. Das CSIS gilt als überparteiliches sicherheits‑ und außenpolitisches Forschungszentrum mit Sitz in Washington, D.C.