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Lais Eswatini-Reise kurzfristig abgesagt: Präsidialamt verurteilt Eingriff Chinas

21/04/2026 19:38
Redaktion: RTI Deutsch
Das Präsidialamt hielt am Abend des 21. April eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz ab. Generalsekretär Pan Meng-an (im Bild) erklärte, dass die geplante Reise von Präsident Lai Ching-te in das afrikanische Verbündete Königreich Eswatini aufgrund von Druck aus China verschoben wurde. Fluggenehmigungen für drei Länder entlang der Route – Seychellen, Mauritius und Madagaskar – wurden vorübergehend annulliert. Nach sorgfältiger Prüfung durch das nationale Sicherheitsteam wurde die Reise abgesagt. (CNA)
Das Präsidialamt hielt am Abend des 21. April eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz ab. Generalsekretär Pan Meng-an (im Bild) erklärte, dass die geplante Reise von Präsident Lai Ching-te in das afrikanische Verbündete Königreich Eswatini aufgrund von Druck aus China verschoben wurde. Fluggenehmigungen für drei Länder entlang der Route – Seychellen, Mauritius und Madagaskar – wurden vorübergehend annulliert. Nach sorgfältiger Prüfung durch das nationale Sicherheitsteam wurde die Reise abgesagt. (CNA)

Der für morgen (22.) geplante Besuch von Taiwans Präsident Lai Ching‑te (賴清德) im verbündeten afrikanischen Königreich Eswatini ist kurzfristig ausgesetzt worden. Präsidialamts‑Generalsekretär Pan Men‑an (潘孟安) teilte heute Abend auf einer Pressekonferenz um 18 Uhr in Taipei mit, dass drei afrikanische Staaten – Seychellen, Mauritius und Madagaskar – ohne Vorankündigung die Überflugsrechte der Regierungsmaschine widerrufen hätten. Aus Sicherheitsgründen werde die Reise daher verschoben. Ein Sondergesandter werde noch ernannt werden, der Taiwan bei den Feierlichkeiten in Eswatini vertreten soll. 

Pan sagte, die kurzfristige Annullierung der Sonderfluggenehmigung gehe seiner Kenntnis nach auf massiven Druck seitens der chinesischen Behörden zurück, einschließlich wirtschaftlicher Nötigung. Dieses Vorgehen sei scharf zu verurteilen. Es gefährde nicht nur die Flugsicherheit, sondern verstoße gegen internationale Normen und stelle eine unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten dar.

Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsbüros Joseph Wu (吳釗燮) erläuterte, die Delegation habe eine Direktroute gewählt, um Konfliktgebiete zu meiden. Die betroffenen Fluggebiete lägen jedoch auf einer Schlüsselstrecke. Die Überflugerlaubnisse seien zwar regelkonform beantragt und erteilt, dann aber kurzfristig widerrufen worden.

Vizeaußenminister François Chihchung Wu (吳志中) rief dazu auf, Chinas Einmischung klar zu benennen und international gemeinsam entgegenzutreten. Das Präsidialamt betonte Taiwans Souveränität und das Recht von 23 Millionen Menschen auf internationale Präsenz.

Eswatini begeht vom 24. bis 26. April den 40. Thronjubiläumstag und den 58. Geburtstag von König Mswati III. Geplant war eine Delegationsreise des Präsidenten vom 22. bis zum 27. April unter Begleitung von Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) sowie Präsidialamts-Generalsekretär Pan Men-an (潘孟安). Geplant war außerdem die Vertiefung der Zusammenarbeit in Punkten wie Sicherheit, Wirtschaft und Digitalisierung. Es wäre Präsident Lais zweite offizielle Auslandsreise seit seinem Amtsantritt gewesen. Seine erste Auslandsreise vom 30. November bis 6. Dezember 2024 führte ihn zu Taiwans diplomatischen Verbündeten Marshallinseln, Tuvalu und Palau. Dabei machte er auch Zwischenstopps in Hawaii und Guam.

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