Auf der weltweit größten Industriemesse in Hannover, die seit dem 20. April für fünf Tage laufen wird, hat Taiwans Vertreter in Deutschland, Gu Ruey-sheng (谷瑞生), taiwanische Aussteller besucht und den Austausch mit deutschen Unternehmen gefördert. Er sagte, Taiwan sei dank robuster Lieferketten, starker Halbleiterforschung und breiter Marktdiversifizierung ein verlässlicher Partner, besonders in nicht‑chinesischen bzw. nicht-roten Lieferketten. Ziel sollte eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen deutschen und taiwanischen Firmen sein.
Dieses Jahr präsentieren mehr als 50 Unternehmen aus Taiwan auf der Messe Lösungen zu Automatisierung und Digitalisierung, Energie und Infrastruktur sowie industrieller KI, Themen, die taiwanischen Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit bieten, ihre technologischen Kompetenzen zu präsentieren und die internationale Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Taipei-Vertretung in Deutschland verweist auf über 300 taiwanische Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren aktiv an den von der Deutschen Messe AG organisierten Messen teilgenommen haben. Dies unterstreiche Taiwans starkes Bestreben, den deutschen Markt nachhaltig zu erschließen.
Bei einem Treffen mit Annika Klar, Senior Vize-Präsidentin der Deutschen Messe AG, betonte Gu, dass Deutschland derzeit Taiwans achtgrößter Handelspartner weltweit sei und Taiwan Deutschlands fünftgrößter Handelspartner in Asien. Der bilaterale Handel übersteige seit fünf Jahren in Folge 20 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu beliefe sich Taiwans Handel mit Großbritannien, Frankreich und Italien auf weniger als 20 Milliarden US-Dollar. Gu führte weiter aus, dass Taiwans Erfahrung mit "De‑Risking" und resilienten Lieferketten Partnerstaaten wie Deutschland als Vorlage dienen könne. Annika Klar wiederum lobte den taiwanischen Kurs und sagte, man wolle passende deutsche Firmen für eine vertiefte Kooperation vernetzen.