Mehrere Mitglieder des US‑Kongresses haben gestern (21.) auf der Plattform X Unterstützung für Taiwan bekundet, nachdem die Seychellen, Mauritius und Madagaskar ohne Vorwarnung die Überflugrechte für die Präsidentenmaschine widerrufen hatten und der für heute geplante Besuch von Präsident Lai Ching‑te (賴清德) in Eswatini abgesagt wurde.
Die republikanische Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses reagierte mit den Worten: "Die KPCh schikaniert einmal mehr Taiwan, einen engen Verbündeten der Vereinigten Staaten. Wir stehen an der Seite Taiwans, um diesem eklatanten Zwang entgegenzuwirken."
Der Sonderausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Wettbewerb zwischen den USA und China erklärte: "Wir verurteilen Chinas Taktik, andere Länder zur Verweigerung von Überflugrechten zu zwingen … Dies ist keine Diplomatie, sondern wirtschaftlicher Druck, der darauf abzielt, die demokratischen Partner der USA zu isolieren. Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite Taiwans und unterstützen Taiwans Recht auf freie Teilnahme an der internationalen Gemeinschaft."
Auch die Interparlamentarische Allianz zu China (IPAC) verurteilte gestern in einer Erklärung die systematische Ausübung von Druck auf afrikanische Staaten. IPAC betonte, der Vorgang zeige Pekings Bemühungen, Taiwan mit allen Mitteln zu isolieren. Als demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt müsse Lai frei mit internationalen Partnern verkehren können, ohne Zwang und Einmischung. Das taiwanische Außenministerium dankte IPAC für ihre Erklärung und rief demokratische Länder auf, Eingriffe in die zivile Luftfahrt und rechtmäßige diplomatische Kontakte gemeinsam zu verurteilen.
Auch Taiwans Verbündete Paraguay und der Inselstaat St. Kitts und Nevis bekundeten in den sozialen Medien ihre Unterstützung für Taiwan. Sie verurteilten China für den Einsatz von Druck und wirtschaftlichem Zwang.