Bei dem heute (29.) in Taipei eröffneten Taiwan-Europa‑Gesundheitsforum der Europäischen Handelskammer betonte Vizepräsidentin Hsiao Bi‑khim (蕭美琴) per Videobotschaft, Taiwan und Europa bildeten gemeinsam eine verlässliche Kraft an der Front der globalen öffentlichen Gesundheit. Taiwan passe seine Regeln weiter internationalen Standards an: Die Europäische Union hat Taiwan für Ausfuhren pharmazeutischer Wirkstoffe als "Drittland" anerkannt, zudem ist Taiwan als assoziiertes Mitglied in den weltweiten Zusammenschluss der Arzneimittelaufsichtsbehörden aufgenommen worden.
Das Forum steht unter dem Leitgedanken, die Widerstandskraft des Gesundheitswesens zu stärken und medizinische Innovation zu beschleunigen; Themen sind unter anderem demografische Stabilität, familiennahe Versorgung, Atemwegsgesundheit und Impfungen. Kammerpräsidentin Tina Graves warb für Partnerschaften zur nachhaltigen Absicherung des Gesundheitssystems aufgrund der supergealterten Gesellschaft Taiwans (über 20% über 65 Jahre) und der sehr niedrigen Geburtenraten in Taiwan. Hsiao hob hervor, dass Resilienz im Gesundheitswesen ein Pfeiler der nationalen Sicherheit sei. Europa bringe führende pharmazeutische Forschung ein, Taiwan seine Stärken in Informations‑ und Kommunikationstechnik sowie medizinischer Innovation. Die Regierung verfolge das Ziel "Healthy Taiwan" mit einem Milliardenfonds für neue Krebsmedikamente, besserer Betreuung chronisch Erkrankter und einem nationalen Programm zur Arzneimittel‑Sicherheitsvorsorge und wolle die Zusammenarbeit mit europäischen Regierungen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen weiter ausbauen.