Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) ist heute in Eswatini eingetroffen. In einem heute gegen 18:00 Uhr Taiwan-Zeit veröffentlichten Beitrag auf Facebook schrieb Lai, dass er kurz zuvor in Eswatini angekommen sei.
Lai wies darauf hin, dass die ursprünglich für den 22. April geplante Auslandsreise aufgrund unvorhergesehener äußerer Umstände verschoben worden sei. Nach mehreren Tagen sorgfältiger Vorbereitungen durch das diplomatische Team und das Nationale Sicherheitsteam sei er heute schließlich angekommen. Trotz der mehrtägigen Verzögerung habe die Bevölkerung Eswatinis die Delegation herzlich und enthusiastisch empfangen.
Der Präsident erklärte, er hoffe, dass diese Reise durch eine Vertiefung der Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Kultur und Bildung die Freundschaft zwischen Taiwan und Eswatini weiter stärken und Taiwans internationale Zusammenarbeit ausbauen werde.
Eswatini habe trotz vielfältigen diplomatischen und wirtschaftlichen Drucks durch konkrete Taten seine Unterstützung für Taiwans internationalen Handlungsspielraum zum Ausdruck gebracht. Dafür spreche er König Mswati III. sowie der Regierung Eswatinis im Namen der taiwanischen Bevölkerung seinen aufrichtigen Dank aus.
Der Präsident betonte ferner, es sei das unveräußerliche Recht der Menschen Taiwans, sich der Welt zuzuwenden und mit allen Kräften des Guten gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen zu fördern. Dies sei auch Taiwans Versprechen an die Welt. Taiwan werde Herausforderungen mit Entschlossenheit überwinden und Druck und Ungerechtigkeit mit Gerechtigkeitssinn und Vernunft begegnen. Die freiheits- und friedliebenden Menschen Taiwans suchten keine Konfrontation, würden aber niemals darauf verzichten, sich in der Welt zu engagieren.
Abschließend erklärte er: "Für uns selbst und für jede kommende Generation von Taiwanerinnen und Taiwanern werden wir bis zuletzt daran festhalten."
Präsident Lai Ching-te hatte ursprünglich geplant, am 22. April zu einem Staatsbesuch nach Eswatini aufzubrechen. Das Präsidialamt gab jedoch am Abend vor der geplanten Abreise kurzfristig bekannt, dass die Seychellen, Mauritius und Madagaskar aufgrund wirtschaftlichen Drucks Chinas die Überfluggenehmigung für die Sondermaschine ohne Angabe von Gründen und ohne Vorwarnung widerrufen hätten. Aus Sicherheitsgründen sei daher beschlossen worden, die Reise zu verschieben. Präsident Lai Ching-te entsandte daraufhin Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) als Sondergesandten zu den Feierlichkeiten zum 40. Thronjubiläum, zum 58. Geburtstag des Königs von Eswatini sowie zum 58. Jahrestag der Unabhängigkeit Eswatinis.
Eswatini ist der einzige afrikanische Staat mit offiziellen diplomatischen Beziehungen zur Republik China (Taiwan).