Taipei – 5. Mai 2026. Präsident Lai Ching-te (賴清德) kehrte am Dienstag nach einem Besuch in Eswatini nach Taiwan zurück und erklärte, Taiwan werde „angesichts von Unterdrückung nicht zurückweichen“.
Lai hatte ursprünglich geplant, Eswatini am 22. April zu besuchen. Doch die Seychellen, Mauritius und Madagaskar widerriefen die Überfluggenehmigungen für das Flugzeug des Präsidenten, unter chinesischem Druck, laut Taiwans Präsidialamt, wodurch die Reise verschoben werden musste. Schließlich reiste Präsident Lai am Samstag an Bord des Airbus A340 von Eswatinis König Mswati III nach Eswatini.
Nach Abschluss seines Besuchs bestieg Lai am Montagmorgen erneut das Flugzeug des Königs. Seine Rückreise zog große Aufmerksamkeit auf sich: Mehr als 14.000 Menschen verfolgten den Flug auf Flightradar24, womit es laut SET News zeitweise der weltweit meistverfolgte Flug war.
Im Gegensatz zur Hinreise zeigte Flightradar24, dass der Rückflug nicht über die Seychellen, Mauritius oder Madagaskar führte. Stattdessen überquerte die Maschine kurz Mosambik und Südafrika, bevor sie südöstlich über den Indischen Ozean weiterflog.
Beobachter hatten spekuliert, dass das Flugzeug unterwegs zum Auftanken landen könnte, doch letztlich flog es laut SET News direkt nach Taiwan zurück und passierte dabei Indonesien, Malaysia und die Philippinen.
Bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Taoyuan sagte Lai laut Reuters: „Die Welt gehört allen. Taiwan gehört zur Welt. Die Menschen in Taiwan sind Bürger der Welt. Sie haben das Recht, mit der Welt in Kontakt zu treten. Wir werden angesichts von Unterdrückung nicht zurückweichen.“
Er fügte hinzu: „Die Tatsache, dass diese Reise zeitweise behindert wurde, hat der Welt nur die Entschlossenheit und den Willen der Menschen in Taiwan gezeigt, mit der Welt in Kontakt zu treten.“