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US-Senator drängt Honduras zur Wiederaufnahme des Taiwan-Kurses

06/05/2026 18:45
Redaktion: RTI Deutsch
US-Senator Jim Banks besuchte Taiwan vom 7. bis 9. April. (Archivbild: Facebook-Seite des American Institute in Taiwan, AIT)
US-Senator Jim Banks besuchte Taiwan vom 7. bis 9. April. (Archivbild: Facebook-Seite des American Institute in Taiwan, AIT)

Voice of America hat heute (6.) berichtet, dass der republikanische US‑Senator Jim Banks gestern (US‑Ostküstenzeit) in einem Schreiben an Honduras’ Präsidenten Nasry Asfura eine Neubewertung der Außenpolitik und die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Taiwan gefordert hat. Er habe betont, dies stärke die Zusammenarbeit demokratischer Partner und eröffne Honduras zusätzliche Wirtschafts‑ und Investitionschancen. Banks rief laut seinem Büro dazu auf, zur "langjährigen, natürlichen Pro‑Taiwan‑Haltung" zurückzukehren. 

Banks gehört dem Verteidigungsausschuss des US‑Senats an und war 2016 bis 2024 Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Er besuchte im April Taiwan und traf Präsident Lai Ching‑te (賴清德), Außenminister Lin Chia‑lung (林佳龍) und Parlamentspräsident Han Kuo‑yu (韓國瑜). Aus der Reise zog er das Fazit, Taiwan sei eine lebendige Demokratie, wirtschaftlich stark und ein verlässlicher Partner. Er verwies auch auf frühere Aussagen Asfuras, wonach Kooperation mit Taiwan "hundertfach" vorteilhafter sei als mit China, und darauf, dass Asfura die Risiken einer zu engen Anbindung an Peking klar benenne.

Hintergrund: Honduras unterhielt seit 1941 Beziehungen zur Republik China (Taiwan), stellte sie aber im März 2023 unter Präsidentin Xiomara Castro ein und wechselte zu China. Erwartete Großinvestitionen blieben laut Berichten aus; besonders die Garnelenzucht litt, die Ausfuhren sanken von über 100 Mio. US‑Dollar 2022 auf rund 16 Mio. US‑Dollar bis Ende 2025. Asfura, seit Januar im Amt, hat laut Medienberichten eine umfassende Überprüfung der China‑Beziehungen angeordnet und wiederholt Bereitschaft signalisiert, die Beziehungen zu Taiwan zu erneuern. Analysten weisen darauf hin, dass Honduras sich mit einer weiteren Distanzierung von China der strategischen Ausrichtung der USA anschließen würde, den politischen und wirtschaftlichen Einfluss Chinas in Lateinamerika zu schwächen. 

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