Der Präsident von Paraguay, Santiago Peña, hat gestern seinen Staatsbesuch in Taiwan beendet. Taiwans Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) begleitete Peña zum Internationalen Flughafen Taiwan Taoyuan, von wo aus Peña auf die Philippinen weiterreiste.
Der Präsident von Paraguay ist am Donnerstag in Taiwan eingetroffen. Er hat der Unterzeichnung eines Abkommens über gegenseitige Rechtshilfe bei der Bekämpfung von Kriminalität, einer Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit sowie einer Absichtserklärung über ein gemeinsames Investitionsprojekt Paraguays und Taiwans für KI- und Computerinfrastruktur beigewohnt.
Er traf außerdem mit Präsident Lai Ching-te (賴清德) zusammen, der Peña einen Orden als Anerkennung für dessen starke internationale Unterstützung Taiwans verlieh.
Am Samstag besuchte Peña in Begleitung von Taiwans Außenminister Lin Chia-lung den Wissenschaftspark Südtaiwan (Southern Taiwan Science Park) sowie das Nationale Zentrum für Hochleistungsrechnen (National Center for High-performance Computing) in Tainan. Dort informierte sich der paraguayische Präsident vor Ort über Taiwans Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Computertechnologie und Technologie-Governance. Taiwans Außenminister lud Peña und seine Delegation zudem zu einem Mittagessen in einem für seine traditionelle taiwanische Küche bekannten Restaurant ein. Anschließend besuchten sie das Chimei Museum in Tainan.
Peña wurde von einer Delegation mit mehr als 40 paraguayischen Wirtschaftsvertretern begleitet, die vom paraguayischen Minister für Industrie und Handel, Marco Riquelme, angeführt wurde.
Nach Angaben des Außenministeriums besuchte die Delegation taiwanische Unternehmen, um Geschäftsmöglichkeiten zu sondieren und die Lieferketten zwischen Taiwan und Paraguay zu stärken.
Paraguay ist der einzige Staat in Südamerika, der offizielle diplomatische Beziehungen zur Republik China (Taiwan) unterhält.