Peking hat am 12. den 7. Gipfel "Medien beiderseits der Taiwanstraße" ausgerichtet und ausgewählte taiwanische Medien dazu eingeladen. Die Vizedirektorin des Büros für Taiwan-Angelegenheiten, Wu Xi (吳璽), forderte dabei, gemeinsam vermeintliche Taiwan‑Unabhängigkeitsaktivitäten offenzulegen. Die taiwanische Regierung reagierte umgehend: Regierungssprecherin Michelle Lee (李慧芝) kündigte an, wer in Taiwan als lokaler Helfer chinesische Einflussaktionen unterstütze, werde nach Nationalem Sicherheitsgesetz und anderen Vorschriften konsequent verfolgt.
Lee erklärte, China habe seine Einheitsfront‑ und Propagandaarbeit über Austauschformate und Kampagnen zuletzt deutlich ausgeweitet. Die Regierung unterstütze zwar ein gesundes und geordnetes Miteinander über die Meerenge hinweg, lehne aber jede Einmischung in Innenpolitik und demokratische Abläufe ab. Die Bevölkerung solle wachsam bleiben und sich nicht in eine "Ein‑China"-Narrative drängen lassen.
Die taiwanische Festlandkommission verurteilte die Einflussnahme auf Medienfreiheit als grenzüberschreitende Repression. Medien sollten ihrer professionellen Verantwortung gerecht werden und keine Hilfsdienste für Einheitsfront‑Operationen leisten. Wer als "lokaler Kooperationspartner" etwa Personen pauschal als "Unabhängigkeitsanhänger" denunziere, Daten weitergebe oder Fahndungsaufrufe verbreite, riskiere Verstöße gegen verschiedene Gesetze mit Strafen bis zu über sieben Jahren Haft.