Die Vorsitzende der Kabinettskommission für Auslandstaiwaner, Hsu Chia‑ching (徐佳青), hat vom 7. bis 11. Mai eine Delegation nach Dresden und Berlin geführt. Sie traf dort die taiwanische Community, deutsche Amtsträger und Vertreter taiwanischer Firmen, um über Chip‑Lieferketten, Technologie‑Investitionen und den Austausch von Fachkräften zu sprechen. Hintergrund ist die starke Europa‑Expansion der taiwanischen Halbleiterbranche. Begleitet wurde Hsu vom Leiter der Vertretung in Deutschland, Botschafter Gu Ruey‑sheng (谷瑞生), der in Dresden ein Empfangsessen ausrichtete. Unter den Gästen waren Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Meißens Oberbürgermeister Markus Renner, Görlitz’Landrat Dr. Stephan Meyer und Dr. David Michel aus der Sächsischen Staatskanzlei. Mit dem voranschreitenden TSMC/ESMC‑Projekt in Sachsen, so die Beteiligten, rücke die Partnerschaft in eine neue Phase: Zulieferer und taiwanische Familien ziehen nach, was Industrie und Austausch vor Ort zusätzlich belebt.
Hsu betonte, der Rat habe sein Budget nahezu vollständig umgesetzt und neue Angebote für Auslandstaiwanerinnen und ‑taiwaner ausgebaut – von Verbandsarbeit und Chinesischkursen bis zur Unternehmensberatung und Jobvermittlung; weltweit seien bereits 120 Nothilfestellen eingerichtet, die bereits agieren können, noch bevor offizielle Auslandsvertretungen eintreffen. Gu unterstrich, die Taiwan-Vertretung in Deutschland werde weiter als Brücke für Investitionen, Technologie und Kultur wirken, um die deutsch‑taiwanische Zusammenarbeit zu vertiefen.