Vor der 79. Weltgesundheitsversammlung, die am 18. Mai in Genf beginnt, hat die Taiwan Medical Alliance Foundation heute (13.) bei einer Pressekonferenz in Taipei die Pläne für Taiwans Auftritt vorgestellt. Demnach soll es erstmals ein Doppelminister-Format geben: Außenminister Lin Chia‑lung (林佳龍) und Minister für Gesundheit und Soziales Shih Chung-Liang (石崇良) könnten die Delegation anführen. Geplant sind in Genf zudem eine erste "WHA‑Taiwan‑Expo für smarte Gesundheit und Gesundheitsindustrie" sowie vier internationale Foren. Vizegesundheitsminister Lue Jen-der (呂建德) erklärte, die Doppelminister‑Gespräche seien lange vorbereitet worden und die Ergebnisse der bilateralen und multilateralen Gespräche werden sicherlich für die Bevölkerung Taiwans spürbar sein.
Inhaltlich setzt Taiwan auf Leistungsnachweise statt Bittstellung. Lue verwies darauf, dass Taiwan das WHO‑Ziel zur Eliminierung von Hepatitis C vorzeitig erreicht habe, eine Krankenversicherungsabdeckung von 99,98 Prozent vorweise und mit Programmen wie "Healthy Taiwan", Krebsbekämpfung sowie starker smarter und präziser Medizin internationale Beiträge leisten könne.
Vizeaußenminister Chen Ming-chi (陳明祺) betonte, dass weder die Resolution 2758 der UN-Generalversammlung noch die Resolution WHA25-1 Taiwan erwähnen und dies nicht dazu genutzt werden kann, Taiwan von der Teilnahme an allen UN-Systemen und anderen multilateralen Mechanismen, einschließlich der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auszuschließen. Nur durch die Einbeziehung Taiwans kann das Prinzip "Niemanden zurücklassen" umgesetzt werden, und nur so kann sichergestellt werden, dass es keine Lücken oder Schlupflöcher im globalen Gesundheits- und Seuchenpräventionssystem gibt.