Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat am heutigen Freitag sieben herausragende Persönlichkeiten mit dem 24. Nationalen Kunstpreis ausgezeichnet. Bei der feierlichen Zeremonie im Taipei Performing Arts Center hob der Präsident die Rolle der Kunst für das kollektive Gedächtnis der Gesellschaft hervor und sicherte der Kulturszene den anhaltenden Schutz eines freien und offenen Schaffensumfelds zu.
Politik und Wirtschaft bestimmten zwar das Entwicklungstempo eines Landes, erklärte Lai in seiner Ansprache, doch erst die Kunst mache als „Seele der Nation“ die Kulturgeschichte greifbar und überdauere Zeit und Raum. Die taiwanische Regierung werde sich weiterhin dafür einsetzen, die Meinungsfreiheit zu schützen, damit Künstler ungestört arbeiten und Taiwans Kultur in die Welt tragen könnten.
Die diesjährigen Preisträger repräsentieren ein breites Spektrum der taiwanischen Kunst- und Kulturszene. Ausgezeichnet wurden der auch international bekannte Schriftsteller Wu Ming-yi (吳明益), der Bildhauer Lee Tsai-chien (李再鈐), der Komponist Lu Liang-hui (盧亮輝) und der zeitgenössische Choreograf Lin Wen-chung (林文中). Ebenfalls geehrt wurden die Operndarstellerin Wang Chin-ying (王金櫻), die sich für den Erhalt der taiwanischen Oper einsetzt, der Architekt Chien Hsueh-yi (簡學義) sowie der Filmregisseur Yu Kan-ping (虞戡平).