US-Außenminister Marco Rubio hat am Rande des Staatsbesuchs in Peking bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten an ihrer bisherigen Taiwan-Politik festhalten. Das taiwanische Außenministerium begrüßte die Aussagen am heutigen Freitag als wichtiges Signal für den Erhalt des Status quo. Auch unter der Trump-Regierung würden die Waffenverkäufe zur Verteidigung Taiwans fortgesetzt, stellte Rubio in Medieninterviews klar.
Den Äußerungen des US-Außenministers war eine Warnung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping (習近平) vorausgegangen. Wie der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV berichtete, bezeichnete Xi im Gespräch mit US-Präsident Donald Trump die Taiwan-Frage als “wichtigstes Thema in den Beziehungen zwischen China und den USA”. Werde es nicht gut gehandhabt, könnte dies die Beziehungen in eine “äußerst gefährliche Lage” bringen.
Rubio unterstrich im Nachgang, dass die amerikanische Haltung über mehrere Regierungswechsel hinweg konstant geblieben sei. Die USA lehnten jeden Versuch ab, den Status quo in der Taiwanstraße durch Zwang zu verändern. Eine solche Destabilisierung sei für die USA, China und die gesamte Welt von großem Nachteil.
Taiwans Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) dankte der amerikanischen Seite für die erneute Bekräftigung ihrer Haltung. Wie der Sprecher des taiwanischen Außenministeriums, Hsiao Kuang-wei (蕭光偉), mitteilte, werde Taiwan seine Verteidigungskapazitäten kontinuierlich ausbauen. Man wolle gemeinsam mit den USA und anderen demokratischen Partnern an der Wahrung von Frieden und Stabilität in der Region arbeiten.