Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat am heutigen Freitag drei Ziele für die Spitzenbeamten Taiwans formuliert: die konsequente Umsetzung der Klimaneutralität, die verstärkte Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie den Abbau von behördlichem Ressortdenken zugunsten der nationalen Krisenfestigkeit.
Lai, der in dieser Woche sein zweijähriges Amtsjubiläum beging, forderte die Führungskräfte auf, KI als Beschleuniger für staatliches Handeln zu begreifen. Das Kabinett treibe derzeit zehn große KI-Infrastrukturprojekte voran, um die Technologie in die Breite der Wirtschaft zu tragen. Die Behörden müssten nun mutig nachziehen und KI-Werkzeuge nutzen, um die öffentliche Verwaltung zu modernisieren und das Tempo der Industrie mitzugehen.
Weiter warnte der Präsident vor behördlichem Silodenken. Künftige Krisen und unvorhergesehene Risiken würden sich nicht an die strikten Zuständigkeitsbereiche einzelner Ministerien halten. Resilienz bedeute, unter Druck und bei Rückschlägen handlungsfähig zu bleiben und die staatliche Ordnung schnellstmöglich wiederherzustellen. Dies gelinge nur durch vorausschauende Planung und eine enge Zusammenarbeit über Behördengrenzen hinweg.
Als drittes bedeutendes strategisches Ziel nannte Lai die konsequente Umsetzung der Klimaneutralität. Bei allen künftigen politischen Planungsprozessen müssten digitale Transformation und Emissionsreduzierungen Hand in Hand gehen.
Die Ziele äußerte der Präsident im Rahmen der Eröffnung eines Weiterbildungsprogramms für staatliche Führungskräfte, das dem taiwanischen Prüfungshof untersteht.