Das taiwanische Außenministerium hat eine gemeinsame Erklärung der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi und des philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. ausdrücklich begrüßt. Nach einem Gipfeltreffen am Donnerstag (28. Mai) hatten die beiden Staats- und Regierungschefs in einem Kommuniqué die zentrale Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße hervorgehoben.
Wie das Außenministerium in Taipei am Freitag (29. Mai) mitteilte, äußerten sich die Spitzen beider Länder damit erstmals in dieser Form gemeinsam zur Taiwan-Frage. Dies verdeutliche, dass die Sicherheit der Region längst im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft liege. Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) kündigte an, Taiwan werde im Rahmen seiner „integrativen Diplomatie“ weiterhin eng mit gleichgesinnten Staaten kooperieren, um die demokratische und regelbasierte internationale Ordnung zu verteidigen.
Neben der Taiwanstraße äußerten Takaichi und Marcos auch tiefe Besorgnis über die wachsenden Spannungen im Ost- und Südchinesischen Meer. Sie wandten sich gegen jegliche Versuche, den Status quo durch militärische Gewalt oder Nötigung einseitig zu verändern.
Zudem nutzten die beiden maritimen Staaten das Treffen, um ihre bilateralen Beziehungen offiziell zu einer „umfassenden strategischen Partnerschaft“ aufzuwerten. Tokio und Manila planen künftig eine deutlich engere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, maritimes Recht, wirtschaftliche Entwicklung sowie bei der Sicherung kritischer Mineralien und der Resilienz von Lieferketten.