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Taiwan und Guatemala vertiefen Austausch zu Menschenrechten

03/06/2026 19:16
Redaktion: RTI Deutsch
Nach Angaben des Kontroll-Yuans waren der Generalstaatsanwalt für Menschenrechte José Alejandro Córdova und der Direktor für Internationale Zusammenarbeit Juan Carlos Díaz auf Einladung des Yuans und des Außenministeriums zu Gast. (Foto: Kontroll-Yuan)
Nach Angaben des Kontroll-Yuans waren der Generalstaatsanwalt für Menschenrechte José Alejandro Córdova und der Direktor für Internationale Zusammenarbeit Juan Carlos Díaz auf Einladung des Yuans und des Außenministeriums zu Gast. (Foto: Kontroll-Yuan)

Der Kontroll-Yuan (監察院) hat am 2. Juni per Mitteilung bekanntgegeben, dass sie am 1. Juni eine Delegation der guatemaltekischen Menschenrechtsstaatsanwaltschaft empfangen haben. Der geschäftsführende Präsident Lee Hung‑chun (李鴻鈞) sagte, Guatemala sei ein wichtiger Partner Taiwans. Man wolle durch Erfahrungsaustausch die jeweiligen Systeme besser verstehen und eine Basis für künftige Zusammenarbeit schaffen. Nach Angaben des Kontroll-Yuans waren der Generalstaatsanwalt für Menschenrechte José Alejandro Córdova und der Direktor für Internationale Zusammenarbeit Juan Carlos Díaz auf Einladung des Yuans und des Außenministeriums zu Gast. Córdova stellte in einem Vortrag Aufbau, Zuständigkeiten und Praxis der Aufsicht und des Menschenrechtsschutzes in Guatemala vor.

Lee betonte, beide Institutionen arbeiteten auch in regionalen Netzwerken mit, darunter der Ibero‑Amerikanische Dachverband der Ombudsstellen FIO und das amerikanische Menschenrechtsnetzwerk RINDHCA (Red de Instituciones Nacionales para la Promoción y Protección de los Derechos Humanos del Continente Americano). In der anschließenden Fragerunde ging es um die Balance zwischen rechtlicher und moralischer Autorität sowie um Vermittlung bei sozialen Konflikten. Córdova erklärte, seine Behörde verstehe sich als neutrale Koordinatorin, suche auf Augenhöhe nach Konsens, schütze so Rechte beider Seiten und trage zur Wiederherstellung des gesellschaftlichen Gleichgewichts bei.

Zur Frage der Umsetzung von Empfehlungen sagte Córdova, die Behörde habe keine Zwangsbefugnisse, könne aber über öffentliche Debatten moralischen Druck aufbauen und so Reformen anstoßen. Damit lasse sich in den Ressorts konstruktiver Wandel erreichen.

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