Zum Abschluss seiner Taiwan-Reise hat Nvidia-CEO Jensen Huang am heutigen Freitag (5. Juni) eine offene Einladung von Präsident Lai Ching-te (賴清德) dankend angenommen. Lai hatte den Konzernchef in einem Fernsehinterview eingeladen, bei seinem nächsten Aufenthalt gemeinsam mit dem Leiter des staatlichen Energieversorgers Taipower, Tseng Wen-sheng (曾文生), lokale Kraftwerke zu besichtigen. Dies solle Huangs Vertrauen in die taiwanische Stromversorgung stärken. Huang bezeichnete den Vorschlag kurz vor seinem Abflug als große Ehre.
Huang betonte vor Journalisten erneut, dass eine zuverlässige Energieversorgung für Taiwan unerlässlich sei. Angesichts eines starken Wirtschaftswachstums von fast 14 Prozent im ersten Quartal benötige die heimische Industrie zwingend mehr Strom, um die enormen wirtschaftlichen Chancen der aktuellen KI-Revolution voll ausschöpfen zu können. Ausreichend Energie sei weltweit das grundlegende Fundament für industriellen Fortschritt und Wohlstand.
Mit Blick auf die diesjährige Computermesse COMPUTEX unterstrich der Nvidia-Chef Taiwans zentrale Rolle. Die Insel sei das absolute Herzstück der globalen Lieferketten für Künstliche Intelligenz. Nvidia arbeite dort mittlerweile mit rund 120 Partnerunternehmen zusammen. Da die neuen Chip-Plattformen nun in die Massenproduktion gehen, erwarte er für das kommende Jahr eine enorme Auslastung der lokalen Produktionsstätten.