Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi‑khim (蕭美琴) ist am Samstag zu einem fünftägigen Besuch in Palau eingetroffen. Am Sonntagabend gab Präsident Surangel S. Whipps Jr. ein Willkommensbankett für Hsiao und ihre Delegation.
In ihrer Ansprache sagte Hsiao, die Menschen Palaus seien wie die Menschen Taiwans ein Inselvolk. Man blicke gemeinsam mit offenem Geist, offener Haltung, Wärme und Herzlichkeit auf den Pazifik und zeige man der Welt, dass Taiwan und Palau Kräfte des Guten in der Welt seien.
Der Präsident von Palau, Surangel S. Whipps Jr. erklärte, Taiwans Souveränität müsse respektiert werden. Er sagte, die Nichtanerkennung Taiwans stelle auch die Souveränität kleiner Staaten infrage. Man müsse sich für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einsetzen.
Hsiao war zuvor am Sonntagmorgen in Begleitung von Palaus Präsidenten zum Schnorcheln südlich der Rock Islands hinausgefahren und hatte die Rock Islands Southern Lagoon besucht, die zum UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe gehört. Hsiao ermutigte mehr Menschen in Taiwan, nach Palau zu reisen.
Später besuchte sie unter anderem das World War II Memorial Museum auf der Insel Peleliu. Hsiao sagte, dass mehr als 10.000 Menschen bei Kämpfen zwischen Japan und den USA auf der Insel getötet worden waren. Nun seien die einstigen Kriegsgegner wichtige Verbündete im Indopazifik.
Palaus Präsident Whipps sagte, er unterstütze einen freien und offenen Pazifik zur Förderung von Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in der Region.
Der pazifische Inselstaat Palau ist einer von derzeit 12 Staaten, die offizielle diplomatische Beziehungen mit der Republik China (Taiwan) unterhalten.