Lu Shiow-yen (盧秀燕), Bürgermeisterin der westtaiwanischen Stadt Taichung hat diese Woche Deutschland besucht. Am Dienstag unterzeichnete sie in Berlin eine Absichtserklärung mit dem Landkreis Görlitz. Außerdem traf sie sich mit deutschen Bundestagsabgeordneten des parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh.
Auf der Social Media Plattform Threads schrieb sie, unter der Absichtserklärung würden beide Seiten Mechanismen zum Austausch über Themen wie Energie, Technologie, Kultur, Bildung und Katastrophenschutz etablieren. Das Ziel sei es, praktische Kooperation auszuweiten.
Der Görlitzer Landrat Stephan Meyer sagte, seine Stadt sei gut positioniert, um als Brücke für taiwanische Lieferketten zu fungieren, die nach Mitteleuropa expandieren wollen. Taichung wiederum könne als Tor nach Asien dienen. Taichung und Görlitz würden Stärken im Bereich smarte Fertigung, Feinmechanik und industrielle Innovation teilen. Er wies zudem auf die Nähe von Görlitz zu Polen und der Tschechischen Republik sowie zur Dresdner Halbleiterfabrik des taiwanischen Unternehmens TSMC hin.
Die Krawatte, die er bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung trug, sei ihm geschenkt worden, als er Taiwan erstmals als Student besucht hatte, erklärte Stephan Meyer weiter.
Auch der CDU-Abgeordnete Florian Oest und der taiwanische Vertreter in Deutschland Klement Gu (谷瑞生) wohnten der Unterzeichnung bei. Bürgermeisterin Lu Shiow-yen ist noch bis zum 15. Juni auf Delegationsreise in Europa. Weitere Stopps sind in Österreich und der Tschechischen Republik vorgesehen.