Zum dritten Mal in diesem Jahr haben Deutschland und Australien in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung von Frieden in der Taiwanstraße betont.
Am 8. Juni trafen sich der deutsche Außenminister Johann Wadephul sowie der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius in Berlin mit ihren australischen Amtkollegen Penny Wong und Richard Marles zu sogenannten “2+2”-Gesprächen. In einer gemeinsamen Erklärung im Anschluss an das Treffen betonten sie die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und lehnten jede einseitige Veränderung des Status quo durch Gewalt oder Zwang ab. Gleichzeitig drückten sie ihre Unterstützung für die sinnvolle Beteiligung Taiwans an internationalen Organisationen aus.
Der taiwanische Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) begrüßte und würdigte die Erklärung am heutigen Donnerstag (11. Juni). Ein Sprecher des taiwanischen Außenministeriums sagte, nach einer Erklärung im Februar und März sei es bereits die dritte derartige Erklärung der beiden Länder in diesem Jahr. Man werde weiter mit Deutschland, Australien und anderen gleichgesinnten Ländern zusammenarbeiten, um gemeinsam Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und im Indopazifik zu verteidigen.
Am gestrigen Mittwoch unterzeichneten die britische Außenministerin Yvette Cooper und der Verteidigungsminister John Healey mit ihren australischen Amtskollegen nach ihrem jährlichen Ministertreffen (AUKMIN) ebenfalls eine gemeinsame Erklärung. In dieser äußerten sie Besorgnis über die destabilisierenden Militärmanöver Chinas in der Umgebung Taiwans. Die Erklärung ermutigt beide Seiten der Taiwanstraße, Differenzen durch Dialog und nicht durch Drohungen oder Gewalt beizulegen. Ferner wird darin bekräftigt, dass die internationale Gemeinschaft von Taiwans Fachwissen und Technologie profitiert.