Skip to the main content block
::: Hauptseite| Sitemap| Podcasts|
|
Language
Im Fokus
繁體中文 简体中文 English Français Deutsch Indonesian 日本語 한국어 Русский Español ภาษาไทย Tiếng Việt Tagalog Bahasa Melayu Українська Sitemap

Japanische Parlamentsgruppe streicht „China“ und bekennt sich zu „Taiwan“

12/06/2026 20:14
Redaktion: RTI Deutsch
Der Vorsitzende der Vereinigung, der japanische Unterhausabgeordnete Keiji Furuya, erklärte im Anschluss an die Hauptversammlung in Tokio, die explizite Aufnahme von „Taiwan“ und die Streichung des alten China-Bezugs seien folgerichtig.
Der Vorsitzende der Vereinigung, der japanische Unterhausabgeordnete Keiji Furuya, erklärte im Anschluss an die Hauptversammlung in Tokio, die explizite Aufnahme von „Taiwan“ und die Streichung des alten China-Bezugs seien folgerichtig.

In einem symbolträchtigen Schritt hat sich die einflussreiche überparteiliche japanische Parlamentsgruppe für die Beziehungen zu Taiwan offiziell umbenannt. Die vor 53 Jahren gegründete Abgeordnetenvereinigung, trug zuvor den Namen Japanisch-Chinesische Abgeordnetenvereinigung. Der englische Name lautete Japan-ROC Diet Members’ Consultative Council. Fortan heißt sie stattdessen „Japan-Taiwan-Freundschaftsliga“. Das taiwanische Präsidialamt in Taipei begrüßte die Entscheidung am Donnerstag als historischen Meilenstein.

Der Vorsitzende der Vereinigung, der japanische Unterhausabgeordnete Keiji Furuya, erklärte im Anschluss an die Hauptversammlung in Tokio, die explizite Aufnahme von „Taiwan“ und die Streichung des alten China-Bezugs seien folgerichtig. Da Regierungsstellen und taiwanische Institutionen diese Anpassung bereits vor Jahren vollzogen hätten, sei der Schritt das Ergebnis einer sorgfältigen und langfristigen Prüfung.

Präsident Lai Ching-te (賴清德) würdigte die Gruppe in einer Videobotschaft als kraftvollen Unterstützer der bilateralen Beziehungen. Er hob dankend hervor, dass die Allianz bereits im vergangenen Jahr die wegweisende Grundsatzlinie verabschiedet hatte, wonach ein militärischer Konflikt um Taiwan auch direkt die Sicherheit Japans und des US-japanischen Bündnisses gefährden könne. 

Taiwans Repräsentant in Japan, Li I-yang (李逸洋), der der Versammlung in Tokio beiwohnte, verwies auf die konkreten politischen Erfolge der interfraktionellen Allianz. So geht auf die Initiative der Parlamentarier unter anderem zurück, dass in Japan lebende Taiwaner in den dortigen Melderegistern mittlerweile offiziell in der Spalte Nationalität als „taiwanisch“ statt „chinesisch“ geführt werden dürfen. Zudem habe die Gruppe Taiwan in internationalen Foren, etwa durch einen Beschluss zur Unterstützung des Beobachterstatus bei der Weltgesundheitsversammlung (WHA), sowie bei diplomatischem Druck aus Peking stets entschlossen den Rücken gestärkt. Taiwan werde, so Li, auch künftig ein verlässlicher Partner Japans bleiben.

為提供您更好的網站服務,本網站使用cookies。

若您繼續瀏覽網頁即表示您同意我們的cookies政策,進一步了解隱私權政策。 

我了解