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Lai kündigt verstärkte Verteidigungsausgaben an, während Taiwan Drohneneinheit plant

16/06/2026 17:46
Redaktion: RTI Deutsch
Präsident Lai Ching-Te besucht das Guandu-Kommandos der Armee im Norden Taiwans. (Foto: CNA)
Präsident Lai Ching-Te besucht das Guandu-Kommandos der Armee im Norden Taiwans. (Foto: CNA)

Taipei – 16. Juni 2026. Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) erklärte am Dienstag, dass die Armee Taiwans im Juli eine Drohnenstaffel aufstellen werde. Gleichzeitig versprach er, sich weiterhin für höhere Verteidigungsausgaben einzusetzen, nachdem Abgeordnete einen vorgeschlagenen Sonderhaushalt für die Verteidigung gekürzt hatten.

Bei einem Besuch des Guandu-Kommandos der Armee im Norden Taiwans sagte Lai, Taiwan müsse Technologie stärker nutzen, die Ausbildung verbessern und flexiblere Verteidigungsfähigkeiten aufbauen. Zuvor hatte er Radareinheiten auf dem Yangmingshan und in Songshan besucht.

Der Präsident verwies auf die Angriffs-Drohne ALTIUS-600M als Beispiel für die Fortschritte des Militärs. Dabei handelt es sich um ein in den USA entwickeltes kleines unbemanntes Luftfahrzeug, das über einem Gebiet operieren, Ziele verfolgen und diese angreifen kann.

Die Militärnachrichtenagentur berichtete, dass die ALTIUS-600M bei Übungen gegen Seeziele am 3. Juni eine Trefferquote von 100 Prozent erreicht habe. Taiwan hat inzwischen alle 291 von den USA gekauften ALTIUS-600M-Drohnen erhalten.

Lai erklärte, Drohnen seien ein wichtiger Bestandteil von Taiwans Strategie der asymmetrischen Verteidigung. Diese setzt auf kleinere, mobile und kostengünstigere Waffensysteme, um Taiwan schwerer angreifbar zu machen.

Der Präsident äußerte sich außerdem zum Streit über den Verteidigungshaushalt mit dem Parlament. Die Oppositionsparteien verfügen dort über eine Mehrheit und reduzierten den von der Regierung vorgeschlagenen Sonderplan für zusätzliche Verteidigungsausgaben.

Das Parlament verabschiedete im Mai ein Verteidigungsgesetz, das über einen Zeitraum von acht Jahren Ausgaben in Höhe von 780 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 24,8 Milliarden US-Dollar) genehmigt. Dies entspricht einer Kürzung um 38 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag des Kabinetts in Höhe von 1,25 Billionen Taiwan-Dollar.

Lai sagte, die Regierung werde „nicht aufgeben“, wenn es um Verteidigungsausgaben gehe. Sie könne erneut einen Sondergesetzentwurf einreichen, zusätzliche Haushaltsmittel bereitstellen oder die regulären Jahresbudgets erhöhen, um das Militär zu unterstützen.

Der Präsident betonte, die Mittel seien notwendig, um die Beschaffung militärischer Ausrüstung und Verteidigungsinfrastrukturprojekte planmäßig fortzuführen. Taiwan müsse sein Verteidigungssystem weiter stärken, um wachsenden Bedrohungen begegnen zu können.

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