Taipei – 7. Juli 2026 Das Präsidialamt erklärte, dass Chinas Test einer von einem U-Boot gestarteten Interkontinentalrakete im Pazifischen Ozean international Besorgnis auslöse, und forderte Peking auf, Zurückhaltung zu üben sowie zu einer regelbasierten internationalen Ordnung zurückzukehren. Dies sagte die Sprecherin des Präsidialamts, Karen Kuo (郭雅慧), am Dienstag, dem 7. Juli.
Die Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA Navy) bestätigte, dass ein atomgetriebenes U-Boot am Montag um 12:01 Uhr eine Interkontinentalrakete mit einem Übungssprengkopf in die offenen Gewässer des Pazifischen Ozeans abgefeuert habe.
Das taiwanische Außenministerium erklärte, der Abschuss einer strategischen Rakete in Richtung Pazifik untergrabe den regionalen Frieden und die Stabilität und habe Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft ausgelöst. Das Ministerium verurteilte diese Handlungen, die den friedlichen Status quo gefährdeten.
Weiter hieß es, China versuche seit Jahren, den Status quo einseitig durch sogenannte Grauzonen-Aktivitäten zu verändern. Dazu gehörten militärische Einschüchterung, wirtschaftlicher Zwang und kognitive Kriegsführung. Diese Maßnahmen hätten die Spannungen in der Region verschärft und stellten eine ernsthafte Herausforderung für die regelbasierte internationale Ordnung dar. Der jüngste Raketentest verstärke die Sorgen der Nachbarstaaten über Chinas expansionistische Bestrebungen zusätzlich.