Taifun Bavi ist nördlich an Taiwan vorbeigezogen.
Nach Angaben des Zentralen Katastrophenschutzzentrums (Central Emergency Operations Center, CEOC) vom heutigen Nachmittag wurden 87 Menschen verletzt. Die meisten Verletzungen erlitten Motorrad- und Fahrradfahrer, die bei starkem Wind oder auf rutschigen Straßen stürzten. Weitere Personen verletzten sich bei den Vorbereitungen auf den Taifun. Todesopfer oder Schwerverletzte seien bis zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet worden, teilte das Zentrum mit.
Landesweit mussten 14.476 Menschen evakuiert werden. 177.485 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. In den meisten betroffenen Haushalten konnte die Stromversorgung inzwischen wiederhergestellt werden.
Bereits ab den frühen Morgenstunden des Samstags brachte Taifun Bavi heftige Regenfälle über Taiwan. Für zahlreiche Gebiete, vor allem in Nord- und Mitteltaiwan, bestanden Warnungen vor Erdrutschen und Murgängen.
Wegen des Taifuns blieben heute in den meisten Städten und Landkreisen Schulen sowie Behörden geschlossen.
Um 21.15 Uhr befand sich das Zentrum des Taifuns nach Angaben der Wetterbehörde rund 310 Kilometer nördlich von Taipei und zog mit einer Geschwindigkeit von 19 bis 26 km/h in nordwestlicher Richtung weiter Richtung China. Für Teile Nordtaiwans und die Inselgruppe Matsu galt am Abend weiterhin eine Landwarnung.
Taifun Bavi brachte heftige Regenfälle und Sturmböen über Taiwan und verursachte Unterbrechungen im Flug-, Fähr-, Eisenbahn- und Nahverkehr.
Der Eisenbahnverkehr soll morgen größtenteils wieder planmäßig aufgenommen werden. Einige Nebenstrecken, darunter die Pingxi-Linie sowie der Abschnitt Zhuzhong–Neiwan der Neiwan-Linie, bleiben jedoch vorerst außer Betrieb.