Taifun Bavi hat Taiwan verlassen und ist gestern in China an Land gegangen. Der Taifun war am Samstag nördlich an Taiwan vorbeigezogen.
Wie Taiwans Zentrales Katastrophenschutzzentrum gestern mitteilte, wurden in Taiwan 135 Menschen verletzt. Insgesamt gingen 3.163 Schadensmeldungen ein. Die meisten betrafen umgestürzte Bäume an Straßen, gefolgt von Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur.
Der Taifun führte zudem zu Beeinträchtigungen des Flug-, Fähr-, Eisenbahn- und Nahverkehrs.
Nach Angaben des Katastrophenschutzzentrums wurden 15.228 Menschen evakuiert. Davon befanden sich bis Sonntagnachmittag noch 762 Personen in Notunterkünften.
Der Taifun verursachte Überschwemmungen und Erdrutsche. An einigen Messstationen in den Landkreisen Miaoli und Hsinchu wurden innerhalb von vier Tagen seit Freitag mehr als 700 Millimeter Niederschlag gemessen. Die höchste Niederschlagsmenge wurde mit 774,5 Millimetern in Nanzhuang im Landkreis Miaoli registriert.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums beliefen sich die durch Taifun Bavi verursachten Schäden in der Landwirtschaft bis Sonntag, 17 Uhr, auf 20,34 Millionen Taiwan-Dollar (555.000 Euro). Am stärksten betroffen war der Landkreis Miaoli mit Schäden in Höhe von 15,72 Millionen Taiwan-Dollar (429.000 Euro). Allein im Kaki-Anbau wird die Schadenssumme auf 12,16 Millionen Taiwan-Dollar (332.000 Euro) geschätzt. Auch Jujuben, Bittergurken, Reis und Tomaten wurden beschädigt.