Taipei – 14. Juli 2026. Taiwans Ministerpräsident Cho Jung-tai (卓榮泰) erklärte am Montag, dass die Regierung innerhalb einer Woche alle Ölproben der Central Union Oil Corp. überprüfen werde.
Nach Angaben von Taiwans Presseagentur CNA gab Cho die Anweisung nach einer Kabinettssitzung zum Fall des Unternehmens. Er betonte, dass die Regierung den Fall nach den Grundsätzen der Lebensmittelsicherheit und Transparenz behandeln werde.
Alle Ölprodukte, die Central Union Oil zwischen April und Juni hergestellt hatte, wurden vorsorglich aus den Regalen entfernt. Produkte, bei denen eine Verunreinigung bestätigt wurde, müssen dauerhaft vom Markt genommen werden. Von insgesamt 29 Produktionschargen des Unternehmens in diesem Zeitraum stehen fünf mit nachgelagerten Produkten in Verbindung, die Sicherheitstests nicht bestanden haben.
Cho erklärte, dass vorsorglich entfernte Produkte erst nach bestandenen Prüfungen durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde oder akkreditierte Drittlabore wieder verkauft werden dürfen. Das Gesundheitsministerium soll dafür Richtlinien zur Wiederaufnahme in den Verkauf entwickeln und Kontrollen zwischen Zulieferern und Herstellern verstärken.
Zudem wies Cho das Ministerium an, innerhalb einer Woche Entwürfe für Änderungen am Lebensmittelsicherheitsgesetz und weiteren Vorschriften vorzulegen. Künftig sollen Zulieferer jede Produktionscharge prüfen lassen müssen, statt nur halbjährliche Eigenkontrollen durchzuführen.
Die Regierung will außerdem die Kontrollen bei Schulessen-Zulieferern verstärken und eine stabile Versorgung mit Speiseöl und Tierfutter sicherstellen. Das Kabinett kündigte an, weiterhin Testergebnisse und Maßnahmen zu veröffentlichen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.