Der italienische Senat hat am 14. Juli ein Gesetz zur “Unpfändbarkeit ausländischer Kunstwerk-Leihgaben” verabschiedet. Der taiwanische Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) begrüßte den Schritt.
In einer Pressemitteilung teilte das taiwanische Außenministerium mit, dass dieser Schritt dazu beitragen werde, klare und stabile rechtliche Garantien für künftige Ausstellungen taiwanischer Kulturgüter in Italien zu schaffen. Dabei dürften insbesondere Kunstwerke aus dem Nationalen Palastmuseum in Taipei gemeint sein. Bei den überwiegend aus China stammen Kunstwerken besteht auf taiwanischer Seite die Sorge, dass die Volksrepublik China die Herausgabe der Kunstwerke fordern könnte, während diese in Drittländern als Leihgabe ausgestellt werden. Die Tschechische Republik hatte im April 2024 ein Gesetz zum Schutz nationaler Kulturgüter verabschiedet, bevor 2025 eine Ausstellung von Kunstwerken des Palastmuseums in Prag stattfand.
Außenminister Lin Chia-lung, so hieß es in der Pressemitteilung weiter, bedanke sich bei den italienischen Parlamentariern, die sich parteiübergreifend für dieses Gesetz eingesetzt hatten. Der erste Entwurf eines entsprechenden Gesetzes sei schon im Juni 2002 eingebracht worden.
Nachdem das Gesetz nun von sowohl der Abgeordnetenkammer als auch des Senats verabschiedet wurde, werde das Gesetz 15 Tage nach Ausfertigung durch den Präsidenten und Veröffentlichung im Gesetzesblatt in Kraft treten.