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Präsident empfängt polnische Europaabgeordnete

21/07/2026 19:38
Redaktion: RTI Deutsch
Präsident Lai Ching-te (rechts) begrüßt die Europaabgeordnete und ehemalige polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło (links) am 21. Juli. (Foto: CNA)
Präsident Lai Ching-te (rechts) begrüßt die Europaabgeordnete und ehemalige polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło (links) am 21. Juli. (Foto: CNA)

Taipei – 21. Juli 2026. Präsident Lai Ching-te (賴清德) empfing am heutigen Dienstag (21. Juli), eine Delegation polnischer Abgeordneter der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) im Europäischen Parlament. Bei dem Treffen erklärte er, dass angesichts der zunehmenden Ausbreitung autoritärer Kräfte nur gleichgesinnte Partner gemeinsam eine auf Demokratie und Freiheit gegründete Lebensweise schützen könnten.

Die Delegation wurde von der ehemaligen polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło geleitet. Sie ist Mitglied des Sonderausschusses des Europäischen Parlaments für den Europäischen Demokratieschutzschild (European Democracy Shield, EUDS), der sich mit der Stärkung der Widerstandsfähigkeit demokratischer Systeme und dem Schutz demokratischer Prozesse vor hybriden Bedrohungen befasst.

Lai betonte, Taiwan sei bereit, seine Erfahrungen mit demokratischen Partnern wie Polen zu teilen, die Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie der Künstlichen Intelligenz (KI) auszubauen und gemeinsam widerstandsfähigere demokratische Lieferketten zu schaffen. Zudem dankte er dem Europäischen Parlament für seine langjährige Solidarität mit Taiwan. Allein in diesem Jahr habe das Parlament mehrere Taiwan-freundliche Entschließungen und Berichte verabschiedet sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Taiwan und der Europäischen Union im Bereich der Drohnentechnologie unterstützt.

In ihrer Ansprache erklärte Szydło, dass in einer Zeit des globalen wirtschaftlichen und digitalen Wandels der Aufbau vertrauenswürdiger Partnerschaften entscheidend sei, um die Widerstandsfähigkeit von Staaten zu stärken. Sie äußerte die Hoffnung, dass Polen und Taiwan ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter vertiefen und sich dadurch noch enger annähern werden.

Szydło betonte außerdem, dass Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße nicht nur für Taiwan von Bedeutung seien, sondern auch unmittelbare Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit in Europa hätten. Deshalb vertrete die polnische ECR-Delegation einhellig die Auffassung, dass die Spannungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße friedlich und im Einklang mit dem Völkerrecht gelöst werden müssten, und lehne jede Anwendung von Gewalt ab. Sie sprach sich dafür aus, dass die Europäische Union ihre Zusammenarbeit mit verlässlichen demokratischen Partnern weiter vertieft und die Beziehungen zwischen Taiwan und Europa auf pragmatische, offene, dialogorientierte und langfristige Weise weiterentwickelt.

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